Die SVP wird im Wipptal in jeder Gemeinde mit einem Bürgermeisterkandidaten antreten. Zäher ist die Suche nach Bewerbern für den Gemeinderat. „Vor 20 Jahren hatten wir für die Leute auf der Liste nicht Platz. Heute will sich keiner mehr binden – vor allem Frauen, die beruflich engagiert sind und mehr für die Familie leisten als Männer“, sagt <b>Sebastian Helfer.</b><h3> Möglicherweise Männer von Liste streichen</h3>„Es gibt Gemeinden, in denen schon alles klar ist, und schwierigere, wo man vor allem noch Frauen und junge Kandidaten sucht“, sagt der Unterlandler Bezirksobmann <b>Norbert Mayr</b>. Die Frauenquote sei ein Problem. Man müsse möglicherweise Männer von Listen nehmen. In allen Gemeinden werde sich die SVP stellen, meistens mit genauso vielen Kandidaten, wie es Plätze im Gemeinderat gibt. „Die famosen 50 Prozent mehr an Bewerbern schließe ich aus.“<BR /><BR /><embed id="dtext86-68395088_quote" /><BR /><BR />„Gemeindewahlen werden vor Ort bestritten und jede Gemeinde ist anders“, sagt <b>Luis Walcher</b>. Die Frauenquote von einem Drittel ist aber auch im Bezirk Bozen ein großes Thema. „Insgesamt hat sich der Zeitgeist gewandelt. Politik heißt, sich für 5 Jahre verpflichten“, so Walcher. <h3> Mitgestalten statt schimpfen</h3>Das Burggrafenamt hat seine Bürgermeisterkandidaten auf Schiene. Für den Gemeinderat sei es allerdings schwer, Menschen zu motivieren. „Manche Ortsgruppen schreiben Bürger an oder verwenden soziale Netzwerke“, so Bezirksobfrau <b>Rosmarie Pamer.</b> Das Gemurre über die Frauenquote sei „in Mode, aber: Ob Mann oder Frau: Jetzt werden Gemeinde-Entwicklungsprogramme erarbeitet, Bildungszeiten entschieden und Sommerangebote geschnürt – also bitte nicht von daheim schimpfen, sondern selbst mitgestalten“, so Pamer.<BR /><BR /><embed id="dtext86-68430842_quote" /><BR /><BR />Im Vinschgau gehen viele alte Bürgermeister erneut ins Rennen. In Schlanders duellieren sich 2 SVP-Damen. „Die Kandidatensuche ist voll im Gange. Problem sehe ich keines – wenn die aktiven Verwalter mithelfen“, meint <b>Albrecht Plangger</b>.<BR /><BR />Der Eisacktaler Bezirksausschuss um Obmann <b>Peter Brunner</b> genehmigte gestern das kleine Edelweiß in Klausen, Mühlbach, Natz-Schabs. „Wie immer“, sagt Brunner. Die Frauenquote schaffe in einigen kleinen Gemeinden Kopfzerbrechen.<h3> „Frauenquote ist eine Hürde“</h3>„Bei den Bürgermeisterkandidaten sind wir gut unterwegs. Die Kandidatensuche ist in kleinen Gemeinden mit wenig Bewegung nicht leicht. Die Frauenquote ist eine Hürde mehr“, so <b>Meinhard Durnwalder</b>.