Sven Knoll wirft Grünen und Team K vor, dass „sie nur in den Städten präsent sind und sich nicht groß um die Landbevölkerung bemühen“. Paul Köllensperger (Team K) hält es hingegen für eine „Schnapsidee, dass die Süd-Tiroler Freiheit teilweise etablierten Bürgerlisten Konkurrenz macht.“<BR /><BR />Die SVP ist in den Gemeinden eine Großmacht – der Goliath, den es wiederum zu schlagen gilt: Auch in einigen ladinischen Kommunen, wo die SVP nicht mit ihrem Listenzeichen präsent ist und wo aus Traditionsgründen ein anderes Zeichen steht, gehen SVP-Kandidaten ins Rennen, erklärt SVP-Geschäftsführer <Fett>Martin Karl Pircher</Fett>. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1158228_image" /></div> <BR /><BR />„Mit unseren 2000 Kandidaten könnten wir in jeder Gemeinde allein regieren“, meint SVP-Sekretär <Fett>Harald Stauder</Fett>. „Viele andere Gruppierungen treten mit 4 oder 6 Leuten an – und diese brauchen dann einen bis 2 Partner.“ Eine g'mahnte Wies'n habe die SVP aber nirgends. „In jeder Gemeinde ist zu kämpfen“, mahnt Stauder zu vollem Einsatz.<BR /><BR />Die Bürger- und Dorflisten gehen in immerhin 66 Gemeinden in Südtirol ins Rennen – 2020 hatten sie allerdings noch in 72 Kommunen kandidiert.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1158231_image" /></div> <h3> Köllensperger: Konkurrenz mit Bürgerlisten vermeiden</h3>„Sehr oft leben Bürgerlisten von ihren Zugpferden und wenn sich diese nach 10 oder 15 Jahren zurückziehen, steht nicht immer ein Nachfolger bereit“, analysiert Paul Köllensperger. Für Bürgerlisten sei es oft schwer, langfristig planen und zu überleben. Trotzdem sieht der Team K-Chef diesmal gute Chancen für sie: „Weil die SVP-Ortsgruppen nicht mehr die Rolle spielen, die sie früher gehabt haben, ist sehr viel Raum da und potenziell mehr Wählerschaft“, meint Köllensperger. Das Team K trete in den Gemeinden, wo Bürgerlisten sich der Wahl stellen, aus Prinzip nicht an. „Wir haben die gleiche Wählerschaft und sich gegenseitig Konkurrenz machen, hat keinen Sinn“, so der Team K-Chef.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1158234_image" /></div> <BR /><h3> STF in 7 Gemeinden mehr als 2020 präsent</h3>Die Süd-Tiroler Freiheit (STF) versucht in immer mehr Gemeinden Fuß zu fassen und stellt sich diesmal in 26 Gemeinden mit eigenem Listenzeichen der Wahl, in 7 Kommunen mehr als 2020. In 2 weiteren Gemeinden ist die Bewegung als „Freies Bündnis“ vertreten. In 9 Kommunen tritt die STF erstmals an. Eine realistische Chance, einen Bürgermeister-Sessel zu erobern, sieht Sven Knoll in Villanders, auch in Kastelbell und Stilfs habe die STF Chancen. Dass das Team K und die Grünen nur in wenigen Gemeinden antreten zeigt für Knoll, „dass sie nur in den Städten präsent sind und sich nicht groß um die Landbevölkerung bemühen. Wir sind seit Monaten im ganzen Land unterwegs, organisieren Stammtische, politische Diskussionen und Lokalaugenscheine und sind da allein auf weiter Flur“. Das lässt Köllensperger nicht auf sich sitzen: „Wir kümmern uns im Landtag kontinuierlich um die Landbevölkerung. Auf Gemeindeebene braucht es nicht Parteipolitik, sondern Sachpolitik und diese ist bei den unideologischen Bürgerlisten am besten aufgehoben.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1158237_image" /></div> <BR /><BR /><Fett>Brigitte Foppa</Fett> sieht die Grünen, „sehr gut verwurzelt“, auch wenn sie nur in 7 Gemeinden als Grüne antreten werden; in Vahrn und auf dem Ritten werden sich Grüne Bürgerlisten der Wahl stellen, zudem gebe es einige „ökosoziale Listen, die uns sehr nahe stehen, aber nicht grün deklariert sind wie die Dorfliste Kaltern“.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1158240_image" /></div> <BR /><BR />Obmann <Fett>Roland Stauder</Fett> geht davon aus, dass die Freiheitlichen auch nach dem 4. Mai wieder 16 Gemeinderäte landesweit stellen werden. 2020 waren die Freiheitlichen noch in 11 Gemeinden angetreten – diesmal nur mehr in 5 Kommunen sowie in Kaltern im Bündnis mit JWA und Bürgerliste. In Terlan treten Freiheitliche auf der Bürgerliste an und in Mühlbach als Unabhängige auf SVP-Listen.