Donnerstag, 29. Juli 2021

Gemeinsame Forderung: Kein Fernunterricht im Herbst mehr

Am Donnerstag haben sich mehrere Institutionen sowie auch die SVP-Politiker Franz Locher und Magdalena Amhof für einen Präsenzunterricht im Herbst ausgesprochen.

Im Herbst soll wieder der Präsenzunterricht starten.
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Im Herbst soll wieder der Präsenzunterricht starten. - Foto: © dpa / Arne Dedert
Unlängst haben sich die Kinder- und Jugendanwaltschaft, die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD), netz | Offene Jugendarbeit und der Südtiroler Jugendring (SJR) über die Situation der Kinder und Jugendlichen ausgetauscht.

Alle Organisationen haben ein gemeinsames Anliegen: Im kommenden Schuljahr sollen – auch im Fall steigender Fallzahlen – die Schulen offenbleiben.

Zudem, auch darin sind sich alle einig, sollen die Aktivitäten in der Jugendarbeit weiterhin stattfinden und die Kinder und Jugendlichen sich in Präsenz in ihren Vereinen und Strukturen der Jugendarbeit treffen können.

„Laut Landesgesetz zur Förderung der Jugendarbeit ist es das Ziel die seelische, geistige, religiöse, kulturelle, soziale und körperliche Entwicklung der jungen Menschen so zu fördern, dass sie ihre Persönlichkeit unter Achtung der Würde des Menschen frei entfalten können – und diesem Auftrag kann man nur in Präsenz nachkommen“, sind sich die Vertreter sicher.


Auch Sonja Plank, AGJD-Vorsitzende, bekräftigt diese Sorge: „Der zwischenmenschliche Kontakt und die soziale Nähe bleiben im digitalen Raum auf der Strecke, egal wie viel Mühe man sich bei digitalen Angeboten auch macht. Kinder brauchen Kinder und Jugendliche brauchen Jugendliche“, erklärte etwa Sonja Plank, die Vorsitzende der AGJD.

Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller betonte: „Es gilt bereits jetzt entsprechende Wege und Möglichkeiten zu suchen und noch im Sommer entsprechende Konzepte vorzulegen, um für den Herbst gewappnet zu sein. Gerne sind wir alle - im Interesse unserer Kinder und Jugendlichen - auch dabei behilflich.“

Dass das kommende Schuljahr besser werden soll als das letzte, darüber sind sich auch der Landtagsabgeordnete Franz Locher und seine Kollegin Magdalena Amhof einig.

„Wir beharren eindringlich auf einen Unterricht in Präsenz für alle Schulstufen“, betonen Locher und Amhof.

Vor allem in den niederen Klassenstufen ist eine physische Präsenz von größter Wichtigkeit. „Kinder brauchen individuelle Unterstützung der Fachkräfte und die soziale Gemeinschaft, um Lernfortschritte zu erzielen. Außerdem können wir es nicht riskieren, dass durch den Fernunterricht Leistungsunterschiede verstärkt werden“, sagt die Landtagsabgeordnete Magdalena Amhof.

Kinder und Jugendliche brauchen Gemeinschafts- und Gruppenerlebnisse, um sich zu entwickeln. Sie hätten unter diesen widrigen Lernbedingungen und den Kontaktbeschränkungen gelitten: „Wir müssen alles daran setzen, im kommenden Schuljahr den Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, zur Normalität zurückzukehren!“, erklärte Franz Locher.

stol