Im öffentlichen Dienst wird 24 Stunden lang gestreikt, im Privatbereich soll der Arbeitsausstand vier Stunden lang dauern, beschloss der CGIL-Verband am Mittwoch. Am kommenden Samstag ist eine Protestdemonstration in Rom geplant.„Unser Ziel ist, Druck auf die Regierung auszuüben, damit dieses ungerechte Sparprogramm geändert wird“, erklärte CGIL-Chef Guglielmo Epifani. Dem Protest schließen sich die gemäßigteren „Schwesterorganisationen“ CISL und UIL nicht an.Der Protest des Gewerkschaftsverbands richtet sich vor allem gegen den Regierungsbeschluss, bis 2013 die Gehälter im öffentlichen Dienst einzufrieren. In den nächsten drei Jahren sollen 400.000 Jobs in der zentralen und in der lokalen Verwaltung gestrichen werden, warnte der CGIL-Verband, mit fünf Millionen Anhängern die größte Gewerkschaftsorganisation im Land.Nur jeder fünfte Staatsbeamte, der in Pension geht, wird mit neuem Personal ersetzt. Damit soll die Zahl der Staatsbedienstete im Land von den heutigen 3,3 Millionen auf 2,9 Millionen reduziert werden. Dies entspricht einer Personalkürzung von 12 Prozent. Allein im öffentlichen Gesundheitswesen sollen in den nächsten drei Jahren 156.000 Jobs wegfallen.Auch die Demokratische Partei (PD), die stärkste Oppositionskraft im Land, ruft zu einer nationalen Demonstration gegen den Sparplan auf. Der Protest ist am 19. Juni in Rom geplant. Streikaktionen planen in den nächsten Wochen auch Lehrer, Ärzte und Richter. apa