„Gennaccaro wurde vor einem Jahr eine Unterstützung für die Bürgermeisterwahl in Bozen versprochen, an die sich jetzt keiner erinnern will. Bei aller Realpolitik sollte man aber korrekt bleiben“, sagt Senatorin Julia Unterberger.<BR /><BR />Nach der geplatzten Unterschrift von Christian Bianchi, der nun für FI der Mehrheit beitreten will, hält Landeshauptmann Kompatscher den Ball flach. Alle 5 Parteien hätten am Montag im Koalitionsausschuss den Willen bekundet, „gemeinsam weiterzumachen und nur das zählt.“ Alles Weitere werde sich in den nächsten Tagen weisen, wenn Bianchi seinen Antrag zum Beitritt in die Mehrheit formell beim Landtag hinterlegt.<h3> „Wir sind auch noch da“</h3>Über eben diesen Antrag entscheiden allerdings alle 5 Koalitionspartner und das wird auch in der SVP noch eine heiße Debatte. Unter dem Motto „Wir sind auch noch da“ hat die Civica nämlich klargestellt, dass Bianchi vor einem Jahr nur aufgrund des Drucks von Lega-Minister Calderoli in die Regierung gehievt wurde. Forza Italia habe bei der Landtagswahl nur 0,6 Prozent der Stimmen errungen, die Civica hingegen 2,6 Prozent. Angelo Gennaccaro erfülle alle Voraussetzungen, anstelle von Bianchi in die Regierung aufzurücken. So wirklich gefordert hat die Civica eine Regierungsumbildung aber nicht. Es geht wohl um die Bürgermeisterwahl in Bozen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1125909_image" /></div> <BR />Und da kommt Unterstützung von Julia Unterberger: „Die von der Civica eingebrachten Einwände sind berechtigt.“ Calderolis Druck, Bianchi in die Regierung zu bringen, könne sie bestätigen. Gennaccaro blieb draußen. „Und ganz korrekt finde ich es nicht, dass man ihm damals ein Versprechen gegeben hat, ihn bei der Bürgermeisterwahl in Bozen zu unterstützen, an das sich jetzt keiner mehr erinnern will“, so Unterberger. Natürlich sei Forza Italia als Regierungspartei in Rom wichtig und das spreche für einen Verbleib von Bianchi in der Landesregierung.<h3> Spannung bleibt erhalten</h3> „Bei aller Realpolitik und allem Zweck-Opportunismus sollte man mit den Leuten und in dem Fall Gennaccaro aber korrekt umgehen“, findet Unterberger. Auf die Debatte in der SVP über den Eintritt Bianchis in die Mehrheit darf man gespannt bleiben.