Dieses Gesetz sei freilich nur ein erster, kleiner Schritt – „aber absolut in die richtige Richtung“, so die beiden SVP-Parlamentarier in einer gemeinsamen Aussendung.Das GesetzDas Gesetz beinhaltet drei wesentliche Bestimmungen: „Zum einen darf nicht mehr kandidieren, wer wegen dieser Delikte rechtskräftig zu mehr als zwei Jahren Haft verurteilt wurde, und zwar für kein politisches Amt – davon darf man sich schon einiges an abschreckender Wirkung erwarten“, so Brugger und Zeller. Der zweite Punkt ziele darauf ab, Machtmissbrauch und illegale Einflussnahme zu bekämpfen: Wer als öffentlicher Verantwortungsträger Druck auf Personen ausübt, um persönlich oder für Dritte Geld oder andere Vorteile herbeizuführen, wird künftig mit Haftstrafen zwischen drei und acht Jahren bestraft. „Wie man aus den Berichten über diverse Skandale aus den vergangenen Jahren weiß, geht es nicht nur um reine Bestechung – sondern auch um die Platzierung von Verwandten oder Freunden in bestimmten Arbeitsstellen oder Positionen oder andere unrechtmäßige Beeinflussungen durch öffentliche Verwalter“, so Brugger.Bestechung, Unterschlagung und Korruption gebe es auch in der Privatwirtschaft – auch dies sei künftig strafbar: Wer in Entscheidungspositionen von Unternehmen sitzt und gegen persönliche Geldangebote Entscheidungen zu Ungunsten des Unternehmens trifft, kann künftig zu Haftstrafen von einem bis drei Jahren verurteilt werden.„Moral in der Gesellschaft verbessern“„Es geht insgesamt darum, die Moral in der Gesellschaft zu verbessern“, unterstreichen Brugger und Zeller.In Italien sei es offenbar zur Kultur geworden: „Allzu viele Personen, die an einflussreichen Stellen sitzen, möchten ihren Einfluss aus dieser Funktion für persönliche Zwecke nutzen – vom Fußballverein bis in die Politik. Dies ist ein großer Schaden für den Staat und die Gesellschaft. Das neue Gesetz zur Bekämpfung der Korruption ist ein erster Schritt, um hier ein neues Unrechtsbewusstsein zu schaffen.“ In Italien gebe es „eine Kultur der Selbstbedienung und der persönlichen Vorteilsnahme, die in Europa wohl einzigartig ist“, so Brugger.