Der Ministerrat hat am Freitag einen Gesetzentwurf verabschiedet, mit dem der Ausdruck „unehelich“ aus dem Familienrecht gelöscht wird. Nach der Verabschiedung des Gesetzentwurfs wird auch eine Reform des Erbschaftsrechts folgen.Damit sollen bei Erbschaftsfragen alle Unterschiede zwischen Kindern mit verheirateten und unverheirateten Eltern verschwinden. „Wir haben endlich aus dem Familienrecht einen diskriminierenden und veralterten Begriff gestrichen. Alle Kinder sind jetzt gleich“, sagte Frauenminister Mara Carfagna.Laut Gesetzentwurf haben Eltern die Pflicht, nach der Meinung ihrer minderjährigen Kinder zu fragen, wenn es um Beschlüsse geht, die diese betreffen. „Kinder sollen ihre Meinung ausdrücken können, natürlich müssen dabei ihr Alter und ihre Reife berücksichtigt werden“, betonte die Ministerin.Im Gesetzentwurf ist auch die Pflicht der Kinder verankert, die Eltern zu respektieren und ihren Fähigkeiten und Ressourcen entsprechend zum Erhalt der Familie beizutragen, solange sie noch im Elternhaus leben.Der Entwurf muss jetzt vom Parlament verabschiedet werden. mit