Mittwoch, 27. Januar 2016

"Gesunde" Vorschläge: Schülerparlament stellt Abschlussdokument vor

Wie kann die Gesundheit der Bürger verbessert werden? Dieser Fragestellung hat sich das Europäische Schülerparlament - bestehend aus 91 Jungparlamentariern aus Südtirol und dem italienischen Alpenraum - drei Tage lang gewidmet. Das Ergebnis: 30 Seiten gefüllt mit Vorschlägen und Anregungen.

Vertreter des Schülerparlaments stellten am Mittwoch im Palais Widmann die Ergebnisse ihrer dreitägigen Arbeit vor.
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Vertreter des Schülerparlaments stellten am Mittwoch im Palais Widmann die Ergebnisse ihrer dreitägigen Arbeit vor.

Das Dokument wurde am Mittwochnachmittag dem Vize-Landeshauptmann Christian Tommasini vorgestellt.

Um ihre Vorschläge zu erarbeiten, konsultierten die Schüler Fachliteratur, setzten sich mit Tutoren und Wissenschaftlern der EURAC, des Versuchszentrums Laimburg und der Universität Modena und Reggio Emilia auseinander und debattierten intensiv mit ihren Parlamentskollegen.

Die Resolutionen betreffen die Bereiche Neurologie, Ernährung, Stammzellen, Mikroskopie und Nanotechnologie.

„Wir schlagen vor, einen Verein zu gründen, in dem Neurologen und Psychologen Jugendlichen bei ihrem Kampf gegen Depressionen helfen, um bleibende neurologische Schäden zu vermeiden. Zudem könnte man ein Internet-Portal einrichten, das depressiven Jugendlichen die Möglichkeit gibt, anonym Ratschläge, Hilfe und Unterstützung anzufragen“, erklärten Tommaso aus Bozen und Martina aus Como, die sich in ihrer Gruppe mit dem Thema Neurologie beschäftigt haben.

Alina (Bozen) und Bianca (Udine) waren Teil der Kommission zur Ernährung: „Unser Vorschlag bezieht sich auf die Gesetzgebung zu gentechnisch veränderten Organismen. Wir würden besonders bei uns in Italien die diesbezüglichen Gesetze überarbeiten und eine einheitliche Regelung in allen Regionen einführen. Die neue Regelung sollte die unterschiedlichen Anbaubedingungen beachten und Monopolbildungen verbieten“. Die Idee von Ani und Lorenza (beide aus Bozen) ist es, in die Technologie der dreidimensionalen Drucker zu investieren, um Gewebe und Organe nachzubilden, die kranke oder schlechtfunktionierende ersetzen könnten.

Aus den 91 Schülern werden fünf ausgewählt, die im Juli zum großen Abschlussparlament in Manchester reisen, bei dem Delegierte aller Schülerparlamente ihre Ideen mit Gleichaltrigen aus ganz Europa diskutieren.

stol

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