Dies berichten italienische Medien.Unter dem Druck von Softdrinkherstellern gestrichen wurde etwa Balduzzis Vorhaben, eine „Gesundheitssteuer“ für gezuckerte Getränke einzuführen. Vorgesehen war eine Steuer von 7,16 Euro pro 100 Liter gezuckerte Getränke.Abstand zu Spielhallen verringertZurückgerudert ist man auch beim Verbot, im Umkreis von Schulen, Kirchen und sozialen Einrichtungen Videopoker-Maschinen aufzustellen und Spielhallen einzurichten.Geplant war ein Verbot, Videopoker-Maschinen im Umkreis von 500 Metern von Schulen aufzustellen. Die Distanz wurde nun auf 200 Meter reduziert.In der Nähe von Schulen und von Jugendlichen besuchten Orten sollen vermehrt Kontrollen durchgeführt werden. Außerdem soll geprüft werden, wie der Zugang Minderjähriger zum Glücksspiel via Internet oder Telefon eingeschränkt werden kann.Bei der Werbung für Lotterien und Glücksspiele soll es künftig strengere Regeln geben.Basisärzte stehen „24 von 24 Stunden“ zur VerfügungDas Dekret könne man mit dem Slogan „sieben von sieben Tagen, 24 von 24 Stunden“ zusammenfassen, meinte Balduzzi.Künftig soll nämlich sichergestellt werden, dass den Patienten rund um die Uhr ein Basisarzt zur Verfügung steht. Dies soll durch den – freiwilligen – Zusammenschluss von Ärzten geschehen.Diese Gemeinschaftspraxen sollen 24 Stunden am Tag und an sieben Tagen in der Woche geöffnet sein. Außerdem soll es eine enge Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern geben.Keine Zigaretten für MinderjährigeDas Verbot, Zigaretten an Minderjährige zu verkaufen, bleibt aufrecht. Tabaktrafiken, die Minderjährigen Zigaretten verkaufen, müssen laut dem Dekret mit Strafen von 250 bis zu 1000 Euro rechnen.Wird das Vergehen wiederholt, wächst die Strafe auf 500 bis 2000 Euro. Außerdem droht ein dreimonatiger Lizenzentzug.Jugendliche, die Zigaretten kaufen wollen, müssen ihren Ausweise vorlegen und beweisen, dass sie volljährig sind.Babynahrung und FruchtsäfteBabynahrung und Diätprodukte dürfen künftig nur noch von Herstellern produziert werden, die eine Genehmigung des Gesundheitsministeriums besitzen.Außerdem wurden neue Regeln für Fruchtsaftgetränke bzw. Fruchtnektare festgeschrieben: Sie müssen mindestens zu 20 Prozent aus echtem Fruchtsaft bestehen. Bisher waren lediglich 12 Prozent vorgeschrieben.Einsparungen von 900 Millionen Euro im Jahr 2012Die Neuerungen sollen, sofern Balduzzis Rechnung aufgeht, dem Sanitätswesen im Jahr 2012 Einsparungen von 900 Millionen Euro bringen.2013 sollen 1800 Millionen Euro an Kosten reduziert werden und 2014 2000 Millionen Euro.ba