Vor wenigen Wochen - am 2. Oktober - hat die Autonome Region Friaul Julisch Venetien das Gesetz zur Neuordnung des regionalen Gesundheitsdienstes verabschiedet.Südtirols Gesundheitslandesrätin Martha Stocker hat sich in Udine gemeinsam mit Ressortdirektor Thomas Mathà und ihrer persönlichen Referentin Astrid Pichler bei der Regionalassessorin Maria Sandra Telesca über die Inhalte des Gesetzes und deren Umsetzung informiert."Ich bin beeindruckt von der weitreichenden Reform, welche die Region Friaul Julisch Venetien umgesetzt hat", unterstreicht Landesrätin Stocker.Einiges auch auf Südtirol übertragbarDieses Modell scheine sehr gut gelungen und enthalte interessante Ansätze, die auch auf Südtirol übertragbar seien, sagt Stocker und ergänzt: "Das zugrundeliegende Konzept stimmt in vielen Teilen mit den von uns vorgeschlagenen Leitlinien überein."Regionalassessorin Telesca hat den Besuchern aus Südtirol die Ziele und die Entstehungsgeschichte der Reform vorgestellt.Zahlreiche Fachleute aus verschiedenen Bereichen waren in die Ausarbeitung eingebunden. Das Konzept sei dann auf lokaler Ebene der Bevölkerung vorgestellt worden, und es hätten zahlreiche Treffen mit den Vertretern der verschiedenen Berufsgruppen stattgefunden, erklärte Telesca.Weniger Krankenhäuser, aber mehr Angebote vor OrtAm Ende sei eine Reform herausgekommen, die "zwar weniger Krankenhäuser, dafür aber mehr Angebote vor Ort vorsieht", so Telesca, "Dabei haben wir uns auf eine fundierte wissenschaftliche Vorarbeit gestützt und versucht, mögliche zukünftige Entwicklungen und eventuell auftretende Probleme vorwegzunehmen."Besonders interessiert hat die Delegation aus Südtirol die Rolle der Allgemeinmediziner. "Das Modell der Region Friaul Julisch Venetien sieht eine enge Einbindung der Basisärzte vor, um eine angemessene Gesundheitsversorgung auch abseits der großen urbanen Zentren zu gewährleisten", bestätigte Landesrätin Stocker.