Generaldirektor Alexander Steiner erläutert nun die Position des Landes. <BR /><BR />Das Geld, welches bis jetzt zur Verfügung stehe – 350 Millionen Euro für alle Kollektivverträge – sei das Maximum, was möglich war, bereit zu stellen, damit könne man gut starten, meint Steiner. Diese Summe werde aber sicherlich noch erhöht. „Dass es für den Abschluss weitere Ressourcen brauchen wird, ist allen klar“, sagt Steiner. <BR /><BR />Auf einen angemessenen Inflationsausgleich warten über 40.000 Beschäftigte von Land, Sanität, Bezirksgemeinschaften, Gemeinden, Seniorenwohnheimen, Wohnbauinstitut, Kurverwaltung Meran, Verkehrsamt Bozen usw.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1059351_image" /></div> <BR /><BR />Gewerkschafterin Angelika Hofer (CGIL/AGB) gibt zu bedenken, dass die 350 Millionen Euro, die das Land bis jetzt für alle Kollektivvertragsverhandlungen – nicht nur den BÜKV – bereitstellen wolle, bei weitem nicht ausreichen werden. Wie berichtet, sollen von den 350 Millionen Euro 150 Millionen Euro heuer bereitgestellt werden, 100 Millionen Euro im Jahr 2025 und 100 Millionen Euro im Jahr 2026.<BR /><BR /> Zwar würden 350 Millionen Euro nach viel Geld klingen. „Aber wir sind sehr viele Beschäftigte und halten die öffentlichen Dienstleistungen aufrecht“, betont Hofer. „Wenn Führungskräfte Gehaltserhöhungen erhalten, dann muss für die normal Bediensteten auch etwas herausschauen. Unsere letzte Gehaltserhöhung haben wir 2011 bekommen – danach war viele Jahre lang Verhandlungsstopp. Der Inflationsausgleich wäre das Mindeste.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1059354_image" /></div> <BR />Generaldirektor Alexander Steiner signalisiert Entgegenkommen: „Es ist uns allen bewusst, dass die 350 Millionen Euro für alle Kollektivverträge nicht reichen werden – das hat auch Landeshauptmann Kompatscher unterstrichen. Mit diesen 350 Millionen Euro haben wir aber die Basis für einen guten Vertragsstart.“ Es sei ein „starkes Zeichen“, dass diese Gelder bereits erhöht worden seien. Zudem habe man bereits einiges gezahlt. „Im November 2023 haben wir Akonto-Zahlungen auf den neuen Kollektivvertrag geleistet. Vorauszahlungen wurden bereits getätigt. Es ist nicht so, dass nichts passiert ist“, sagt Steiner. Nun müsse zuerst noch der alte Kollektivvertrag 2019-21 abgeschlossen werden. Dort sei man auf einem guten Punkt, erst dann könne man formell mit den Verhandlungen für den Kollektivvertrag 2022-24 beginnen – wahrscheinlich im September. „Informell laufen die Gespräche ja bereits“, sagt Steiner. Man werde den Richtlinienbeschluss der Landesregierung abwarten müssen, wie viel sie Gelder zur Verfügung stellen wird. Bereits jetzt sei klar, dass man im November oder Dezember nicht den Kollektivvertrag für die nächsten 3 Jahre unterschreiben werde. Wahrscheinlich werde man wieder eine Akontozahlung leisten. Dafür habe man das bereits heute zur Verfügung stehende Geld. Im Oktober oder November würden dann die Gespräche starten für den Landeshaushalt 2025-2026-2027. „Da werden dann auch die Gelder für die neuen Kollektivvertragsverhandlungen zweckgebunden“, sagt Steiner. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1059357_image" /></div> <BR /><BR />Laut Andreas Dorigoni (ASGB) wird als Inflationsausgleich auch eine Reduzierung der Arbeitszeit angedacht. Allerdings gebe es da noch nichts Konkretes. Ende August stehe das nächste Treffen zwischen Gewerkschaften und Verhandlungsagentur des Landes zum BÜKV an. Oberste Priorität habe es, noch heuer zu einem Abschluss zu kommen, meint Dorigoni.