Angeboten wurde den Fachgewerkschaften nämlich lediglich eine Einmalzahlung für das Jahr 2022 – und ein Inflationsausgleich von rund 1,5 Prozent. „Inakzeptabel“, so der einhellige Tenor. „Oben wird ordentlich draufgelegt und für die kleinen Mitarbeiter reicht es nur noch für Brosamen“, ärgert sich Andreas Dorigoni vom ASGB. Die von der Landesregierung kolportierten Zahlen sähen auf den ersten Blick ja gut aus.<BR /><BR /> „Doch erstens sind wir eben viele und zweitens geht von den 350 Millionen für 3 Jahre der größte Teil an andere Verhandlungstische“, so Dorigoni. Denn mit diesem Geld müssen auch die Ärzte, das nicht-ärztliche Personal der Sanität sowie die Lehrer an staatlichen Schulen befriedigt werden. Für 2024 stehen aus dieser Summe 150 Millionen zur Verfügung, rund ein Drittel für Einmalzahlungen – und 15 Millionen für alle rund 40.000 öffentlichen Bediensteten. <BR /><BR />„Für wenige Auserwählte im Land gibt es Geld, für den Rest nicht. Das kann es nicht sein“, ärgert sich auch Angelika Hofer vom AGB/CGIL. „Dieses Angebot ist absolut nicht zufriedenstellend. Für den einzelnen Bediensteten kommt bei diesen zur Verfügung stehenden Finanzmitteln so gut wie nichts an“, zeigt sich auch Sabina Bonetalli (UIL/SGK) erbost. „Wenn hier nicht ordentlich nachgebessert wird, bleibt uns nur die Mobilmachung“, stellt Massimo Ribetto von Nursing Up klar. <BR /><BR />Und so sehen es auch die anderen Gewerkschaften. Die AGO lässt wissen: „Es bleibt uns nichts anderes übrig, als erneut auf die Straße zu gehen, um unseren Unmut über diese fehlgeleitete Politik zu äußern. Wir sind immer die Letzten, die berücksichtigt werden. Für die herrschende Klasse und die Politik kann Geld immer gefunden werden.“ Sie fordern „eine Kehrtwende in der Landes- und Gemeindepolitik in Südtirol“.