Dienstag, 21. Juli 2020

GIS: „Bleiben bei 100 Prozent Befreiung“

Lichtblick für Südtirols krisengebeutelte Bar-, Restaurant- und Hotelbetreiber: Mit einem Beharrungsbeschluss drängen die Gemeinden zwar weiter darauf, doch noch 20 Prozent der GIS einheben zu dürfen, wie das Tagblatt Dolomiten am Dienstag berichtet.

Weil es Hotellerie und Gastgewerbe heuer coronabedingt alles andere als   leicht haben, bleibt die SVP bei der 100-prozentigen GIS-Befreiung – entgegen dem Wunsch der Gemeinden.
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Weil es Hotellerie und Gastgewerbe heuer coronabedingt alles andere als leicht haben, bleibt die SVP bei der 100-prozentigen GIS-Befreiung – entgegen dem Wunsch der Gemeinden. - Foto: © shutterstock
Die Sachlage war: Vor laufenden Kameras hatten Arno Kompatscher und Gemeinden-Chef Andreas Schatzer im Juni erklärt, dass Bars, Restaurants und Hotels heuer zu 100 Prozent von der GIS befreit werden; Handel und Handwerk zahlen die Hälfte. 6 der insgesamt 60 Mio. Euro an Mindereinnahmen, Schatzer damals, schultern sie selbst, weil das Land 20 Prozent der GIS für Hotels, Bars und Restaurants nicht rückerstattet.

Um so überraschender war vor 10 Tagen der Umfaller der Gemeinden. Bei Behandlung des Nachtragshaushalts in der Gesetzgebungskommission deponierten sie den Wunsch, jene 20 Prozent, die das Land nicht ersetzt, doch wieder von Hotels, Bars und Restaurants einkassieren zu dürfen. In der Kommission blitzten sie ab. „Im Hinblick auf die Behandlung des Nachtragshaushalts nächste Woche im Landtag, haben wir aber beschlossen, auf der Möglichkeit, die 20 Prozent einzuheben, zu beharren“, berichtet Schatzer.

In der SVP gibt es jedoch keine Mehrheit. „Der Landeshauptmann und ich haben mehrere Gespräche geführt. Wir bleiben bei unserer Linie von 100 Prozent Befreiung von Bars, Hotels und Restaurants“, so Lanz. Zumal die Gemeinden dies mitgetragen und die Wirtschaft sich darauf eingestellt habe, rudere man jetzt nicht zurück. Im Klartext: Die SVP bringt den Antrag der Gemeinden nicht ein. Sollte er von der Opposition eingebracht werden, werde man ihn ablehnen.


bv