<b>Von Stephan Kaußen</b><BR /><BR />Die Ostertage haben begonnen, eine gute Zeit für einige Momente der Reflextion und des Innehaltens. <BR /><BR /><BR />Auch das Wetter in diesen Tagen zwischen Brenner und Bozen trug und trägt dazu bei: Bei Regen - oben Schnee - und mehrheitlich grauem Himmel kann man umso intensiver in sich gehen. Reflektieren, wo man steht und wie man seine Zeit auf Erden gestalten will. Denn schließlich geht es bei jedem von uns ja auch um den übergeordneten Sinn des Lebens.<BR /><BR /><BR />Bei trübem Grau droht natürlich auch Trübsal, das ist menschlich. Ja, allzu menschlich. Aber die Osterbotschaft ist ja eine überragend frohe, strahlende. Thema: Alles ist immer wieder möglich, selbst größte Wunder. Da gibt der Glaube die Hoffnung - auch auf die Liebe in unser aller Leben und den berühmten Sonnenschein in den Herzen.<h3> Bedrückende Weltlage</h3><BR />Passend zum Wetter ist zwar die Weltlage, mit weiterhin dramatischen Kriegen im Osten Europas und im Heiligen Land. Das ist alles so schrecklich bedrückend dort - und drückt damit auch auf die Emotionen bei uns. Und selbst die religiösen Hochtage lassen die Kriegsparteien ja offensichtlich nicht innehalten, egal, wie sehr wir auch um Frieden beten und bitten. Da sind uns kleinen Erdenbürgern offensichtlich die zum Gebet gefaltenen Hände gebunden. Unsere Mittel sind begrenzt.<BR /><BR /><BR />Aber auch im Privaten? Unserem persönlichen Umfeld? In unseren Leben und Emotionen? Nein! Es gibt Hoffnung. Daran glaube ich. Ja möchte ich glauben! Ich hatte das Glück, in dieser Woche wieder herausragend nette Menschen in Südtirol zu treffen. Schöne Stunden mit ihnen zu verbringen. In persönlichen Gesprächen, ob privat oder beruflich. Gemeinsam über das Leben zu sinnieren ist gut. Und wichtig. Das ist auch eine Form von Kommunion. Nämlich Communio. Nach der christlichen Idee der Gemeinschaft.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1012461_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Natürlich ist jede und jeder von uns ein Individuum. Gerade in der modernen, Welt. Aber wir sind auch Menschen - und damit auf die Gemeinschaft ausgerichtet. Familie, Freunde, Kollegen, Vereinsmitglieder sind in gewisser Weise Brüder und Schwestern. Im Leiden wie in der Liebe. Im Glauben wie in der Hoffnung.<BR /><BR /><BR />In meiner Heimat Deutschland steigt gerade eine neue Hoffnung - so banal sie auch sein mag: Die Hoffnung auf ein neuerliches „Sommermärchen“. Nämlich im Fußball. Wieso ich darauf komme? Die „schönste Nebensache der Welt“ zeigt uns plötzlich wieder, wie schnell sich die Dinge doch auch ändern können. Und damit die Emotionen. Der zurückgekehrte Glaube an die eigenen Stärken ergänzt sich mit der Liebe der Mitstreiter und der allgemeinen Hoffnung auf Besserung. Ein paar Tage und Erfolge weiter - und schon sieht eine lange Zeit so trübe Sache wieder anders aus.<h3> Die persönliche Osterbotschaft</h3><BR />Ja, das ist vom Fußball abstrahierbar. Auf unser Leben übertragbar. Bis vor wenigen Tagen noch im dunklen Tal der Depression, kommen nun Licht und Freude zurück. Zumindest in Ansätzen, aber eben doch für viele Menschen. Ganz viele Menschen. Sogar für Millionen von Menschen. Nun ist das Feld des Fußballs wirklich banal. Erst recht in einem österlichen Reflektieren. Ich weiß. Aber doch auch emotional. Und darum geht es mir hier und heute: So dunkel Tage, Wochen und Monate auch sein mögen, irgendwie kommt irgendwann von irgendwo auch wieder ein Lichtstrahl her. <BR /><BR /><BR />Und das ist meine persönliche Osterbotschaft: Weiter an den eigenen Weg und die eigenen Stärken glauben. An die eigenen und uns gemeinsamen Kräfte, die irgendwo in uns liegen. In Demut und Dankbarkeit, im Bewusstsein unserer Limitierungen. Aber doch auch in der Bereitschaft, sich immer wieder in die Gemeinschaft einzubringen. Jede und jeder mit seinen persönlichen Eigenschaften, zum Wohle eines größeren Ganzen. Wie auch immer das aussehen mag. Ob in österlichen Kirchen, Gemeinden und Familien. Ob in Freundeskreisen oder auch dem Sport. Wir sollten uns auf Glaube, Liebe und Hoffnung besinnen. Gerade an Ostern. Und gerne darüber hinaus...<BR />