Dagegen läuft das Frauennetzwerk jetzt mit einer Online-Petition Sturm, die auch SVP-Frauenchefin Renate Gebhard mitträgt.<BR /><BR />Die SVP soll jünger und weiblicher werden, heißt es in Sonntagsreden ihrer Spitzenmandatare. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Weil es bei ihren Koalitionspartnern in der Mehrheit, Fratelli und Lega, kein Durchkommen gab, knickte die SVP letzte Woche im Regionalrat ein. Abgestimmt wird erst im Februar, doch soll eine Frau in der Regionalregierung reichen. <BR /><BR /><b>Im Landtag und in den Gemeinden bereits Standard</b><BR /><BR />Aus der Gesetzesvorlage der Grünen, die ursprünglich auch von der SVP mitunterzeichnet worden war, wird die „anteilsmäßige“ Vertretung der Frauen in der Regierung gestrichen. Dies wäre keine Revolution, sondern gilt im Landtag und in den Gemeinden schon längst. Beim heutigen Stand von 24 Frauen (34 Prozent Frauen) im Regionalrat stünden den Mandatarinnen 2 Regionalassessorinnen zu. Bleiben soll es aber bei einer einzigen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1122978_image" /></div> „Eine Frau reicht nicht“, meint hingegen das Frauennetz Südtirol, das gestern mit einer Online-Unterschriftensammlung gestartet ist. „Es gehe um eine faire Vertretung der Frauen und nicht um Kompromisse auf den kleinsten Nenner, die dann sogar noch als Vermittlungserfolge ausgegeben werden“, sagt die Ersteinbringerin des Gesetzes, Brigitte Foppa. Mit der Petition hofft man, das Blatt bei der Abstimmung am 19. Februar im Regionalrat zu wenden.<BR /><BR /><b>Unterstützung durch die SVP-Frauenchefin</b><BR /><BR />Rückendeckung kommt von SVP-Frauenchefin Renate Gebhard. Eine Frau in der Regierung sei bereits durch das Gleichheitsprinzip in der Verfassung garantiert. Allerdings muss man es einklagen, weshalb die Festschreibung beider Geschlechter im Gesetz besser ist als der Ist-Zustand. „Aber auch wir sind mit nur einer Frau in der Regierung nicht glücklich und kämpfen für mehr, weshalb die SVP ursprünglich den Gesetzesentwurf der Grünen mitunterzeichnet hat und ich jetzt jede Maßnahme unterstütze, die Druck aufbaut“, so Gebhard. <BR />Gespalten ist allerdings nicht nur die Mehrheit, sondern auch die Opposition. Freiheitliche und Süd-Tiroler Freiheit lehnen Frauenquoten ab.