Um kein Problem mit dem Gemeindehaushalt zu bekommen, hat sich die Gemeindeverwaltung von Algund eine Maßnahme überlegt und hofft auf das Verständnis der Bürger und Bürgerinnen.<BR /><BR />Nachts gehen im öffentlichen Raum in der Gemeinde Algund die Lichter aus: Fast zur Gänze schaltet die Gemeindeverwaltung zwischen ein und 5 Uhr die öffentliche Beleuchtung aus, aber nicht, weil sie kein Geld mehr hat, um den Strom zu bezahlen, sondern weil sie sparen will und auch muss.<BR /><BR /><embed id="dtext86-53535240_quote" /><BR /><BR /> Betroffen von dieser Maßnahme sind alle öffentlichen Plätze, die Ortsteile Forst, Dorf, Oberplars, Mitterplars und Aschbach sowie die Alte Landstraße, Steinachstraße, Peter-Thalguter-Straße, Mathias-Ladurner-Straße, Etzenricht Straße, Balthasar-Leiter-Straße, Hermann-von-Stenizer-Straße und die Marktgasse. An der Weingartnerstraße wird hingegen nur auf einer Seite auf die Beleuchtung verzichtet.<BR /><BR />„Wir müssen unbedingt Strom sparen“, sagt Bürgermeister Ulrich Gamper. „Im Schnitt hatten wir in der Vergangenheit pro Jahr etwa 70.000 Euro an Stromkosten für die öffentliche Beleuchtung. Und wenn die Kosten aufgrund der steigenden Strompreise immer höher werden, bekommen wir ein Haushaltsproblem.“<BR /><BR /> Deshalb sei diese Maßnahme nötig. „Wir werden Kilowatt einsparen“, sagt Gamper. „Bei steigenden Strompreisen sollten die Kosten zumindest gleich bleiben.“ Und der Bürgermeister ergänzt: „Ich hoffe, dass es jeder Bürger einsieht, dass es um diese Zeit keine öffentliche Beleuchtung braucht. Natürlich geht es auch um Sicherheit, aber zwischen ein und 5 Uhr sind fast keine Leute mehr unterwegs. Und wenn jemand noch unterwegs sein sollte, kann er sich abholen lassen oder ein Taxi nehmen.“<BR /><BR /><embed id="dtext86-53535244_quote" /><BR /><BR />Mit dem Abschalten der Lichter unternehme Algund auch etwas gegen die Lichtverschmutzung. „Wenn unserem Beispiel viele Privatpersonen und öffentliche Einrichtungen folgen würden, könnten wir auch russisches Gas einsparen, mit dem etwa 50 Prozent des Stroms in Italien erzeugt wird“, weiß Ulrich Gamper. <BR /><BR />In Vellau läuft derzeit ein Projekt zur Umstellung auf eine intelligente Straßenbeleuchtung, die nur einschaltet, wenn jemand unterwegs ist und dann wieder ausgeht. „Es handelt sich um ein Pilotprojekt, das auf die gesamte Gemeinde ausgeweitet werden soll“, sagt Gamper.