„Die Auszeichnung für den Führer der größten Militärmacht der Erde zu Beginn der Amtszeit spiegelt die Hoffnungen wider, die er weltweit mit seiner Vision einer atomwaffenfreien Welt geschaffen hat", heißt es in einer Erklärung Barrosos vom Freitag in Brüssel. „Es ist auch ein Zeichen der Erwartungen an Präsident Obamas Entschlossenheit, eng mit den Partnern der USA bei der Entwicklung globaler Antworten auf globale Herausforderungen zusammenzuarbeiten."Norwegen: Stoltenberg begrüßt „nach vorne gerichtete Entscheidung" Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg hat die Zuerkennung des diesjährigen Friedensnobelpreises an US-Präsident Barack Obama als „spannende und nach vorne gerichtete Entscheidung" begrüßt. Der sozialdemokratische Regierungschef meinte am Freitag in Oslo: „Der Preis kommt nicht zu früh. Es ist spannend, wenn er an jemanden geht, der mitten in der Verantwortung steht und etwas durchzusetzen hat." Stoltenberg hob auch positiv Obamas „ausgestreckte Hand gegenüber der islamischen Welt" hervor.Mandela: Ein Hoffnungszeichen Der südafrikanische Alt-Präsident und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela hat die Vergabe des Preises an Obama als „Hoffnungszeichen" begrüßt. Über seine Stiftung ließ der einstige Anti-Apartheid-Kämpfer und Chef des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) erklären: „Wir hoffen, dass dieser Preis sein (Obamas) Engagement stärken wird, als Staatschef der mächtigsten Nation der Erde weiter den Frieden und die Ausmerzung der Armut zu propagieren."Maathai: Obama ist eine Inspiration In Kenia erklärte die Friedensnobelpreisträgerin und Umweltschützerin Wangari Maathai: „Obama ist eine Inspiration". In dem ostafrikanischen Land, aus dem sein Vater stammte, wird Obama als „Sohn Afrikas" verehrt.Berlusconi: Wir haben applaudiert Ministerpräsident Silvio Berlusconi nannte es „positiv", dass der Preis an Obama gegangen sei. „Wir haben davon während der Ministerratssitzung erfahren und Obama mit Überzeugung applaudiert", erklärte Berlusconi am Freitag laut italienischen Medienberichten in Rom.Lech Walesa zeigt sich überrascht: So schnell? Zu schnell!Der polnische Friedensnobelpreisträger Lech Walesa hat sich über die Auszeichnung für US-Präsidenten Barack Obama überrascht gezeigt. „So schnell? Zu schnell", sagte Walesa dem Fernsehsender TVN24 am Freitag. Obama habe erst begonnen, er müsse nun handeln, erklärte der Ex-Präsident Polens. Er verstehe die Auszeichnung als eine „Ermunterung" für Obama. „Wir werden sehen, ob er ausharrt und das tut, was er vorgeschlagen hat", bemerkte Walesa. Walesa hatte den Nobelpreis 1983 erhalten. Er stand damals an der Spitze des demokratischen Widerstandes gegen das kommunistische Regime in Polen.Sarkozy: Weltweite Ermutigung Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat die Verleihung des Friedensnobelpreises an Barack Obama als weltweite Ermutigung gewertet, mit dem US-Präsidenten für Frieden und Gerechtigkeit zu wirken. Das Nobelpreiskomitee „zeichnet mit seinem angesehensten Preis Ihr entschiedenes Engagement für die Menschenrechte, für die Gerechtigkeit und für die Verbreitung des Friedens in der Welt aus", schrieb Sarkozy an Obama. „Es wird damit Ihrer Vision der Toleranz und des Dialogs der Staaten, Kulturen und Zivilisationen gerecht. Es ehrt schließlich die Rückkehr Amerikas in die Mitte aller Völker der Erde."Sarkozy beglückwünschte Obama und das amerikanische Volk. „Ich freue mich so, dass dieser Preis heute Ihnen zuerkannt wird, weil ich weiß, dass er Ihre Entschlossenheit stärken wird, für die Gerechtigkeit, für den Frieden und für die großen Gleichgewichte unseres Planeten zu handeln. Ich bin überzeugt, dass jeder überall in der Welt daraus einen noch stärkeren Willen ziehen wird, mit Ihnen und Amerika zusammenzuarbeiten, um diese gemeinsamen Ziele zu erreichen."Merkel: Ihm ist es gelungen einen neuen Ton zu setzen Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte Obama. „Es ist ihm in kurzer Zeit gelungen, weltweit einen neuen Ton zu setzen, Gesprächsbereitschaft zu schaffen", sagte Merkel am Freitag in Leipzig und sprach von einer „großartigen Auszeichnung". „Ich glaube, wir sollten ihn alle unterstützen dabei, Frieden auf der Welt noch besser möglich zu machen. Es gibt noch sehr vieles zu tun, aber es ist auch ein Fenster der Möglichkeiten geöffnet worden."Obamas Eintreten für eine atomwaffenfreie Welt sei ein Ziel, an dessen Umsetzung in den kommenden Jahren alle mitarbeiten müssten, sagte die deutsche Kanzlerin. Der Nobelpreis sei „mit Sicherheit auch Ansporn für den amerikanischen Präsidenten, aber auch für uns alle, dabei zu helfen".