Sonst sei es nicht erklärbar, dass andauernd und mit großer Hartnäckigkeit behauptet werde, dass sein Kontrahent Berger praktisch ohne Konkurrenz sei. „Meine Kandidatur stellt – und damit möchte ich den letzten Zweifel ausräumen – kein Alibi dar. Ich kandidiere nicht, damit die Partei bei den Vorwahlen eine im Grunde obsolete Vielfalt präsentieren kann, die de facto am Ende auf einen einzigen von einigen wenigen Parteiexponenten gekürten Wunschkandidaten hinausläuft“, schreibt Gostner in einer Aussendung. Er kritisiert die SVP für ihren „Filter“ für die Kandidaturen, denn eine größere Auswahl wäre notwendig und sinnvoll gewesen, so der Kandidat für die Basiswahl im Senatswahlkreis Brixen. Es sei bezeichnend, wie die Partei den Beschluss der Landesversammlung missachte und die Basis erneut bevormunde.„Den Mitgliedern werden Kandidaten suggeriert, andere Kandidaten leider ausgeschlossen“, so Gostner. Er glaube an seine Kandidatur und sei fest davon überzeugt, dass die SVP-Mitglieder eine Erneuerung wünschen. Seine Kandidatur sei für all jene, die neue Gesichter wünschen, eine ausgezeichnete Alternative. „Es geht aber nicht nur um ein neues Gesicht, sondern vor allem um eine neue Denkweise, Politik zu gestalten. Genau genommen ist es nicht nur die Basis, die Erneuerung einfordert, sondern es ist vor allem die Partei, die diese Erneuerung dringendst benötigt, um bei der Bevölkerung wieder an Glaubwürdigkeit zu gewinnen“, betont der Jurist.„Pakteleien“ und Versorgungsposten für angehende „Politpensionisten“ müssten endlich der Vergangenheit angehören – die Bevölkerung habe die negativen Begleiterscheinungen der bisherigen Denkweise durchschaut und wolle einen radikalen Schnitt.