STOL hat am Mittwoch über „Gott sei Dank“-Rufe berichtet, die mancherorts als Antwort auf die Marsch-Textzeile „Ein harter Kampf hat dich entzweigeschlagen, von dir gerissen wurde Südtirol“ hinzugefügt werden (siehe eigener Bericht).Die „Gott sei Dank“-Rufe seien auch ihnen bekannt, schreiben Elmar Thaler, Paolo Dalprà und Fritz Tiefenthaler, die Landeskommandanten der drei Tiroler Schützenbünde, in einer Aussendung am Donnerstag.Der „unschöne Zusatz“ sei jedoch, auch dank intensiver Aufklärungsarbeit vor allem auf Nord- und Osttiroler Seite, stark im Abklingen gewesen.„Es ist daher vielleicht auch bezeichnend, dass sich der von den Medien aufgezeigte Vorfall von einer Salzburger Musikkapelle in Saalbach Hinterglemm abgespielt hat“, heißt es in der Aussendung. „Was aber gleichzeitig sicher nicht heißt, dass Tirol weiterhin von solchen dümmlichen Auswüchsen gefeit ist.“Gerade deshalb solle man diese Vorkommnisse zum Anlass nehmen, um verstärkt darüber nachzudenken, wie die Tiroler Landesteile enger zusammenwachsen können, heißt es weiter.„Die Frage ist jedoch, ob auch die Politik es schafft, nach wie vor Trennendes zu überwinden und Einigkeit überall da zu schaffen, wo es möglich ist“, meinen die Kommandanten. Denn viel zu oft würden die Landesteile als gegenseitige Konkurrenten auftreten.„Es bedarf verstärkter Anstrengungen auf beiden Seiten des Brenners, um das Gemeinsame wieder verstärkt in den Vordergrund treten zu lassen“, so die Kommandanten. „Die Landeseinheit darf nicht von Ankündigungen in Festzelten abhängen. Und von so manchem bierseligen Besucher, der wirres Zeug trällert, schon gar nicht.“________________________________________________________________________________________Hier zwei Videos mit „Gott sei Dank“-Rufen beim Lied "Dem Land Tirol die Treue": (Im ersten Video sind die Rufe gleich zu Beginn - in Sekunde 8 - zu hören, im zweiten ab Minute 2.36)