Dienstag, 21. April 2020

Grenzöffnung für Urlauber: EU will koordiniertes Vorgehen

In der Diskussion über eine mögliche Grenzöffnung für deutsche Urlauber drängt die EU-Kommission auf ein koordiniertes Vorgehen der Staaten. Für kommende Woche sei auch eine Videokonferenz von Binnenmarktkommissar Thierry Breton mit den EU-Tourismusministern geplant, „um die Bedürfnisse im Hinblick auf die Sommersaison zu bewerten“, teilte eine Kommissionssprecherin der APA auf Anfrage mit.

Grenzkontrollen sollen von den EU-Staaten koordiniert beendet werden.
Grenzkontrollen sollen von den EU-Staaten koordiniert beendet werden. - Foto: © BARBARA GINDL
„Die Kontrollen an den Binnengrenzen sollten in koordinierter Art und Weise beendet werden, sobald die epidemiologische Situation der angrenzenden Regionen ausreichend konvergiert und die Regeln zur sozialen Distanzierung verbreitet und verantwortungsvoll angewandt werden“, betonte die Sprecherin.

„Die Reisebeschränkungen sollten als erstes zwischen Gebieten gelockert werden, in denen das Virus vergleichsweise wenig in Umlauf ist.“ Die EU-Seuchenkontrollbehörde ECDC werde in Abstimmung mit den Mitgliedsstaaten eine entsprechende Liste dieser Gebiete führen.

Die EU-Kommission werde zudem Vorschläge machen, wie die Verkehrsverbindungen innerhalb Europas „auch mit Blick auf die Planung des Sommerurlaubsverkehrs“ wieder aufgenommen werden können. Bei der Rückkehr zur Reisefreiheit sei ein schrittweises Vorgehen erforderlich.

EU-Binnenmarktkommissar Breton erwartet, dass die Grenzkontrollen, die in den Schengen-Staaten in der Coronakrise eingeführt wurden, über den Sommer fortgeführt werden. Breton äußerte sich am Dienstag im französischen Sender BFM TV.



apa