Mit der Verabschiedung eines Acht-Punkte-Plans für eine "gesündere Politik" ging der Sonderparteitag der Grünen zu Ende. Davor hatten sie sich intensiv mit dem Rentenskandal beschäftigt. Die Landtagsabgeordenten Brigitte Foppa, Hans Heiss und Riccardo Dello Sbarba nahmen Stellung zu verschiedenen Punkten rund um dem Skandal, der zur Einberufung des Sonderparteitags geführt hatte.Co-Vorsitzender Giorgio Zanvettor erläuterte den Umgang der Grünen mit dem Rentenskandal. Sie hätten als erste den Fehler eingestanden, die Vorauszahlungen zurückgezahlt, sich den Protesten gestellt und mit der Aufarbeitung begonnen.Zur Aufarbeitung soll auch der Acht-Punkte-Plan beitragen, der die Politik der Grünen in Zukunft prägen soll: So wollen sich die Grünen zwar für eine angemessene Entschädigung der Abgeordneten einsetzen, die sich jedoch an Wohlstandsindikatoren orientieren soll.Zu mehr Transparenz soll auch die Veröffentlichung der Bruttobezüge und die Abgaben der Mandatare an die Partei bringen. Zulagen und Priviliegien sollen gestrichen werden. Das Rentengesetz soll so abgeändert werden, dass die beruflichen Versicherung von vor der Wahl übernommen wird. Zusatzrenten und die Möglichkeit, das Pensionsalter zu senken, sollen abgeschafft werden.Weiters wird im Grünen Statut künftig für alle Mandate auf Landes-, Parlaments- und Europaparlamentsebene eine Mandatsbeschränkung auf 3 Amtsperioden festgelegt. Ein Modell von grünem Politik-Mentoring soll ausgearbeitet werden, mit dem jüngere Kräfte bei ihrem Einstieg in die Politik Unterstützung erhalten.Die Mandatare der Grünen verpflichten sich, jährlich und zu Ende der Amtsperiode einen Tätigkeitsbericht vorzulegen, online zu stellen und sich aktiv um Feedback und Anregungen seitens der Wählerschaft zu kümmern. Die grüne Partei will sich vermehrt um die Öffnung gegenüber der Wählern bemühen.Ein Partizipationsgesetz, das u.a. die Einführung von Bürgerräten und andere Mechanismen zur effektiven Teilhabe der Bürger vorsieht, soll ausgearbeitet werden.Über den Stand der Umsetzung der einzelnen Punkte soll bei der nächsten ordentlichen Landesversammlung der Grünen berichtet werden.stol