Donnerstag, 23. Februar 2017

Grüne fordern mehr Respekt im Internet

Am Donnerstag haben die Grünen eine deutliche Nachricht nach außen getragen: „Es reicht! Dies ist ein gemeinsamer Appell gegen den ‚Shitstorm‘, gegen die Beleidigungen und Schmähungen im Internet.“

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Foto: © shutterstock

Dagegen helfe, so die Grünen, nur eines: Zivilgesellschaftliche Empörung gegen die Flut von Diffamierungen und persönlichen Verunglimpfungen.

Auch in Südtirol sei der Shitstorm längst angekommen: „Wer anders denkt, bekommt Mobbing und Demütigung zu spüren.“ Diese Welle voller Beleidigungen und Schmähungen ende nur dann, wenn sich alle zur Wehr setzen: „Wir alle sind von dieser neuen Form massiver Intoleranz betroffen.“

Die bildlich dargestellte Erniedrigung und Manipulation entspreche einer neuen Form der Gewalt - vor allem gegen den Körper der Frauen gerichtet, schreiben die Grünen. Gemeint seien damit Fotomontagen und Beleidigungen, die Gewaltausbrüchen gleichen.

„Schluss mit Demütigungsversuchen“

Aktuellstes Beispiel sei Brigitte Foppa, Sprecherin der Grünen, die zuletzt wegen der Kreuz-Debatte massiv unter Beschuss stand.

Nun fordern die Grünen: „Schluss mit dem Shitstorm, Schluss mit der Gewalt, Schluss mit Demütigungsversuchen. Wir fordern betroffene Personen dazu auf, auf solche Angriffe nicht persönlich zu antworten, denn diese Provokationen zielen darauf ab, um im Internet vervielfältigt zu werden, auch von jenen, die sich dagegen wehren wollen.“

Und abschließend: „Die Zivilcourage muss zu einer gemeinsamen Bewegung werden, deren Schlagwort und Devise lautet: RESPEKT. Respekt für die Menschen, die Kulturen, den Dialog, das Zuhören, das Interesse und Verständnis für die Beweggründe anderer und den Austausch auch mit anderen Meinungen. Europa hat Jahrhunderte gebraucht, um diese Prinzipien durchzusetzen. Wir dürfen es uns nicht erlauben, dass einige Leute, die auf Krawall und Provokation aus sind, diese Grundsätze im Handumdrehen zerstören.“

Dem Schreiben beigefügt war eine Namensliste jener, die für diese Sache einstehen wollen:

stol

stol