Montag, 14. September 2015

Grüne fordern neue Aufnahmezentren für Flüchtlinge

Die Landtagsabgeordneten der Grünen Hans Heiss, Brigitte Foppa und Riccardo dello Sbarba fordern in einer Aussendung mehr Aufnahmezentren für Flüchtlinge in Südtirol. Vor allem dem Nachbarland Nordtirol müsse entgegengekommen werden.

Badge Local
Foto: © APA

Trotz bewundernswerter Anstrengungen in Deutschland, unter anderem von Städten wie München und der Arbeit zahlloser Freiwilliger, gelange die leistungsstarke Bundesrepublik nach der sprunghaften Zunahme der Flüchtlingszahlen bald an ihre Kapazitätsgrenze, erklären die Grünen am Montag in einer Aussendung.

"Da die bisherige Grenzöffnung der Vergangenheit angehört, folgt daraus ein großer Rückstau von Flüchtlingen auf österreichischem Boden. Im Sinne der Nachbarschaftshilfe hat unser Land die Pflicht, Österreich und vor allem das Bundesland Tirol, das ein Vielfaches unserer Lasten trägt, zumindest ein wenig zu entlasten", so Heiss, Foppa und dello Sbarba.

Notwendig seien vor allem die Planung neuer Aufnahmezentren, die Verstärkung der Einrichtungen am Brenner, wo verstärkte Grenzkontrollen bzw. Sperren absehbar sind sowie Notunterkünfte für die von Österreich und Deutschland verstärkt zurück gewiesenen Flüchtlinge und Asylanten.

"Südtirols Solidarität ist dringend gefordert, im Sinne der Flüchtlingsbetreuung, aber auch im Hinblick auf andere italienische Regionen und Nordtirol. Mehr humanitärer Einsatz ist nicht nur ein Gebot der Menschenwürde, sondern auch der Glaubwürdigkeit Südtirols. Viele Ehrenamtliche in Südtirol gehen hier bereits vorbildlich voran, auch ihre Leistung gilt es durch verstärkten Einsatz anzuerkennen."

stol