„Das Bundesland Tirol ist im Vergleich zu Südtirol wesentlich ‚gastfreundlicher‘ und verantwortungsbewusster“, meinen die Grünen. So kämen in Tirol über 2000 Flüchtlinge unter, während es in Südtirol gerade einmal 250 seien.Am Samstag haben sich die Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Hans Heiss und Riccardo Dello Sbarba sowie der Grünen-Kammerabgeordnete Florian Kronbichler mit Christine Baur am Brenner getroffen. Baur ist seit 2013 in der Tiroler Landesregierung für die Flüchtlingsagende zuständig.Landtag schmettert Antrag abNoch einen Tag zuvor mussten die Grünen im Landtag eine Niederlage einstecken: Weil die Situation am Brenner „schon aus rein humanitären Gründen“ nicht hinnehmbar sei, hatten sie eine Notunterkunft für Flüchtlinge gefordert. Dort sollten sie – bis zu ihrer Abschiebung – zumindest erstversorgt werden.Soziallandesrätin Martha Stocker tat den Antrag mit dem Argument ab, dass die Versorgung der Flüchtlinge Aufgabe des Staates sei. Dieser müsse auch für die Finanzierung aufkommen. Am Ende schmetterte der Landtag den Grünen-Antrag klar ab: 26 Nein, vier Ja, eine Enthaltung.Nicht ob, sondern wie„Das Grüne-Treffen am Brenner brachte die Erkenntnis, dass die Versorgung von Menschen in Not absolute Priorität haben muss“, fassen die Grünen zusammen. „Dabei kann man sich am Bundesland Tirol orientieren, anstatt die Verantwortung auf Italien abzuwälzen.“Die Zeit sei reif, nicht mehr darüber zu diskutieren, ob man Flüchtlinge aufnehme, sondern wie man dies mache.stol