Donnerstag, 12. August 2021

Grüne Fraktion: „Klima kennt keinen Ferragosto“

Kürzlich wurde der erste Teil des sechsten Sachstandsberichts des IPCC veröffentlicht. Die Erderwärmung wird mit rasanter Geschwindigkeit voranschreiten und die Auswirkungen der Klimakatastrophe werden immens und erdrückend sein, schreibt die Grüne Fraktion in einer Aussendung.

„Auch Südtirol braucht neue Strategien“, so schreibt die Grüne Fraktion.
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„Auch Südtirol braucht neue Strategien“, so schreibt die Grüne Fraktion. - Foto: © shutterstock
„So schlimm diese Nachrichten sind, sie dürfen uns nicht lähmen, sondern müssen zu unmittelbarem Handeln führen“, so die grünen Landtagsabgeordneten Foppa, Dello Sbarba und Staffler.

„Gerade in diesem Sommer mit verheerenden Extremsituationen auch in Europa wird der Ernst der Lage wohl allen bewusst. Es wurde – wird zum Teil immer noch – versucht, die Erderwärmung auf wirtschaftliche oder ökologische Teilbereiche einzugrenzen oder sie gar zu leugnen. Dabei geht es um das Überleben des Planeten und der Menschen, die ihn bevölkern.“

Die Klimakatastrophe wird im Bericht als umfassende Krise gezeichnet. Diese Sicht erfordere auch ganzheitliche Herangehensweisen, um ihre Auswirkungen zu bekämpfen. „Soft verpackte Aufrufe zur Nachhaltigkeit sind allzu wohlfeile Slogans und ohne Wirksamkeit, wenn sie nicht auf klaren Handlungsanweisungen und Fristen fußen“, so heißt es in der Aussendung.

Derzeitige Klimaplan stamme aus dem Jahr 2011

„In diesem Sinne haben wir das Strategiepapier zur nachhaltigen Entwicklung der Landesregierung kritisiert“, bestätigen die grünen Abgeordneten. „Es beschränkt sich auf eine vorsichtige Aktualisierung des Klimaplans. Wir erinnern aber auch daran, dass der derzeitige Klimaplan aus dem Jahr 2011 stammt. 10 Jahre schleppender Umsetzung, davon 8 unter Landeshauptmann Kompatscher. Das sind, wir wiederholen es, Äonen verpasster Gelegenheiten im Klimaschutz.“

Durchschnittlich emittiere jede in Südtirol lebende Person knapp 7,4 Tonnen CO2 im Jahr. Bis 2050 sollen dies auf 1,5 Tonnen gesenkt werden – ein Ziel, das Anstrengungen erfordert, die lieber verschwiegen werden, so heißt es in der Aussendung weiter. Der Eindruck sei der, dass sich Südtirol noch nicht wirklich der Klimadiskussion gestellt habe, sondern sich eher daran vorbei mogeln wolle.

Das spürbare Problembewusstsein und die Lösungsansätze, müsse breit verankert werden. Die Uhr läuft, es gilt, keine Zeit mehr zu verlieren, so heißt es abschließend.

stol