Drei Molotow-Cocktails wurden gegen das „Fischerhaus“ in Vintl, wo Kriegsflüchtlinge aus Lybien leben, geschleudert. Die Attacke blieb erfreulicherweise völlig wirkungslos.Die Grünen verurteilen den Brandanschlag. "Es handelt sich um eine gezielte Provokation und Aggression: Er soll verdeutlichen, dass Ausländer und Kriegsflüchtlinge in Südtirol unerwünscht und gewaltsam fernzuhalten sind, zudem sollen die in Vintl gut integrierten Flüchtlinge eingeschüchtert werden, ganz so, als hätten sie bei ihrer Flucht nicht bereits genug Schrecken erfahren", so die Grünen.Provokationen wie der hinterhältige Anschlag von Vintl dürften auch nicht die Spur von Toleranz und Verständnis erfahren. "Er ist kein Lausbubenstreich, sondern sucht eine Schwelle zur Gewalt gezielt zu durchbrechen. Es gilt festzuhalten: Aus kleinen Brandanschlägen sind in Deutschland mörderische Attacken erwachsen, zudem gibt es in Südtirol unter allen Sprachgruppen einen rechtsradikalen Untergrund, der heimlich und gut vernetzt seine Wahnvorstellungen pflegt."Es sei gut, dass die Polizei dem Angriff hohe Aufmerksamkeit schenke und dass Landeshauptmann Durnwalder seine Ablehnung sofort bekundet habe. "Alle politischen Kräfte in Südtirols sind aufgefordert, sich scharf zu distanzieren, um dem feigen Akt keinerlei Spur von Billigung und Verständnis zu erkennen zu geben", fordern die Grünen.