Donnerstag, 5. Mai 2022

Grüne: Kleinere Rad-Stationen am Stadtrand statt Mega-Parkplatz

Parkmöglichkeiten für Radfahrer brauche die Stadt – aber nicht 4000 unter dem Bahnhofspark, sondern verstreut über das Stadtgebiet. Ihre Vorschläge haben die Grünen der Stadt Bozen dem Mobilitätsstadtrat Stefano Fattor unterbreitet.

Mehr Pendler sollen auf das Rad umsteigen. In Bozen wird darüber diskutiert, wo sie ihre Räder parken sollen. - Foto: © dpa-tmn / Robert Günther

Das Verwaltungsprogramm für Bozen in den Jahren 2022 bis 2025 sehe im Kapitel „Städtebauliche Entwicklung und Infrastruktur“ ausdrücklich vor, dass „an den neuralgischen Punkten im Stadtgebiet zusätzliche Parkmöglichkeiten für Fahrräder und Mopeds geschaffen werden (…)“, schreibt die Grüne Ratsfraktion an den Stadtrat für Mobilität, Stefano Fattor. Viel sinnvoller als die Mega-„Bikestation“ des Unternehmens SIGNA mit 4000 Radstellplätzen unter dem Bahnhofspark seien mehrere kleinere Fahrradparkplätze am Rande des Stadtzentrums.

Ein neues Dekret schreibt für Betriebe mit mehr als 100 Bediensteten, die sich in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern befinden, einen „Plan für den Ortswechsel zwischen Wohnung und Arbeitsplatz“ vor; die Mobilität von der Wohnung zum Arbeitsplatz sei in Zusammenarbeit mit den in der Stadt vorhandenen großen Arbeitgebern neu zu konzipieren, mit verschiedenen Angeboten öffentlicher Verkehrsmittel, einfachen Verbindungen und Anreizen für die Nutzung des Fahrrads, die gemäß den Bedürfnissen dieser Personengruppen gedacht seien, einfachen und flexiblen Lösungen, um ständig für Situationen, die sich kontinuierlich weiterentwickeln, angepasst zu sein und die darauf ausgerichtet sind, den motorisierten Individualverkehr in der Stadt merklich zu verringern

Das „Podrecca-Projekt“ für das Bahnhofsgelände sieht bereits den Bike-Park innerhalb des Bahnhofsareals vor – als Teil eines Mobilitätsknotenpunkts zugunsten der Pendler und Reisenden.

„Für unsere Stadt schlagen wir daher kleinere, weniger invasive Projekte vor, die das städtische Grün respektieren und tatsächlich nachhaltig sind“, schreiben die Grünen.

Ihre Vorschläge für Standorte am Rande des Stadtzentrums:

- das Fahrradprojekt in der Tiefgarage Waltherpark realisieren (Ersetzung eines Teiles der Autostellplätze mit Fahrradabstellplätzen)

- für Pendler: Bahnhofsgelände, Südwestseite: Parkplatz für mindestens 400 Fahrräder; Nordseite: 200/300 Fahrräder

- Laurin-Parkplatz – Innenseite/Nordseite: 300 Fahrräder

- alte Tankstelle am Verdiplatz – künftiges Fahrrad-Mobilitätszentrum: 100/200 Fahrräder

- Verwendung des ersten Geschosses der Tiefgarage unter dem Silvius-Magnago-Platz

- Die Standort-Vorschläge der Coop. Helios aufgreifen.

stol

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