Montag, 04. Januar 2016

Grüne kritisieren "goldene Landesspitze"

An der Spitze der Landesverwaltung stehen - noch ober den rund 40 Abteilungen - die derzeit 13 Ressorts. Allein die Gehälter und Zulagen der Ressortchefs machten 2014 über 1,5 Millionen Euro pro Jahr aus, schreiben die Grünen in einer Aussendung.

Allein ins Personal der 13 Ressorts in Land fließen 2 Millionen Euro an Gehalt und Zulagen.
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Allein ins Personal der 13 Ressorts in Land fließen 2 Millionen Euro an Gehalt und Zulagen. - Foto: © shutterstock

Die Ressortleiter verdienten 2014 zwischen 60.435 Euro (Michael Mayr) und 141.147,75 Euro (Valentino Pagani) bzw. 164.981,17 Euro (Eros Magnago), insgesamt mit Gehältern und Zulagen bekamen allein die Ressortchefs über 1,5 Millionen pro Jahr.

Dazu kommen die persönlichen Referenten der Landesräte (insg. 559.000 Euro) – das bedeutet, dass 23 Personen über 2 Millionen kosten. "Das ist 1/10 dessen, was die gesamten Landesangestellten mit dem letzten Haushaltsgesetz an Gehaltsaufstockung erhalten werden", rechnet Landtagsabgeordnete Brigitte Foppa vor. 

Die genaue Übersicht über die Gehälter sehen Sie hier:

Die Aufgabe der Ressorts sei es laut Bürgernetz „die politischen Entscheidungen und die von der Landesregierung beschlossenen politischen Programme umzusetzen“. "Es stellen sich hierzu doch immer wieder einige Fragen und Zweifel", beanstandet Foppa von den Grünen. 

Überschneidungen, Postenschacher und Kostenfrage

So gebe es etwa immer wieder Überschneidungen mit den Ämtern und Abteilungen. "Zweitens sind die Ressortdirektionen politisch besetzt und bieten somit Gelegenheit für die Unterbringung von Personen aus dem politischen Umfeld der Mehrheitsparteien", klagt Foppa. Drittens stelle sich angesichts der hohen Gehälter auch die Kostenfrage.

"Wenn wir an Arbeitsüberlastung und Personalnotstand etwa im Kindergarten denken, so ist dieser Wasserkopf im Land doch sehr bedenklich und eine Umverteilung von oben nach unten dringend nötig", so Foppa.

stol/ker

stol