Sepp Kusstatscher, Co-Vorsitzender der Südtiroler Grünen, unterstrich: „Die Bahnhofskultur hat sich verbessert. Der Bahnhof Brenner hingegen ist ein Schandfleck geblieben – heruntergekommen, ungastlich, nicht barrierefrei, wenig bis kein Service.“So begrüße man keine Gäste, weder jene, die von Norden kommend nach Südtirol und weiter in den Süden reisen wollen, noch jene, die von Süden kommen und Tirol besuchen. Dem stimmt Georg Willi, Verkehrssprecher der Tiroler Grünen, zu.„Viele Menschen müssen am Brenner unter oft großem Zeitdruck Zugtickets kaufen, weil der grenzüberschreitende Ticketverkauf wegen der Versäumnisse der italienischen Bahn und wegen der Einstellung des Verkaufs von Tickets für südwärts fahrende Regionalzüge durch die ÖBB noch immer nicht funktioniert. Es gibt keinen Kartenschalter, nur Automaten, wo sich viele Menschen nicht auskennen. Und es darf kein Automat für österreichische Tickets aufgestellt werden“, kritisiert Willi.Internationale Züge müssten unnötig lang warten, weil ihnen „Prügel vor die Räder“ gelegt würden, betonen die beiden Grün-Politiker.„So kann's nicht weitergehen. Wir Grüne wollen rasch eine Renovierung und Modernisierung des Bahnhofs Brenner. Wir wollen ein 'freundliches Tor' zwischen Süden und Norden – barrierefrei, einladend – und natürlich ausgestattet mit allen Servicefunktionen, die ein solcher Bahnhof braucht“, fordern Kusstatscher und Willi.