Mit einer Aufstockung der Privatvisiten könne man den langen Wartezeiten in der Sanität laut Grünen nicht begegnen.Ein effizientes und rationelles Gesundheitssystem sei die Aufgabe der öffentlichen Sanität, die sich aus den Steuergeldern der Bevölkerung speist.„Vieles wurde versäumt“„Hier wurde vieles verabsäumt, von der Informatisierung über die einheitliche Vormerkung bis hin zur rechtzeitigen Prävention des absehbar eintretenden Ärztemangels“, heißt es in der Aussendung.Dabei sehen sie die Schuld nicht bei Gesundheitslandesrätin Stocker. Sie habe zu viele offene und vernachlässigte Baustellen von ihrem Vorgänger übernehmen müssen.Privatvisiten als NotpflasterIn der Auslagerung der Visiten auf die private Tätigkeit der Ärzte sehen die Grünen ein Notpflaster.Sie geben außerdem zu bedenken, dass man damit die medizinische Versorgung zu einer Einkommensfrage mache.Lehrermangel als VergleichZum Vergleich ziehen die Grünen ein ebenfalls aktuelles Thema heran.„Stellen wir uns vor, wenn der Lehrermangel mit Privatunterricht am Nachmittag „gelöst“ würde – das wäre ähnlich absurd“, schreiben die Grünen.stol