Da die Landesregierung und die SEL die Herausgabe der Verträge verweigern, hat die Landtagsfraktion der Grünen beim Verwaltungsgerichtshof Bozen Rekurs gegen das Land, SEL und Selfin eingelegt. "Der von mir und Riccardo Dello Sbarba eingereichte Rekurs wird auch von den SVP-Abgeordneten Arnold Schuler und Josef Noggler unterstützt", so Hans Heiss auf einer Pressekonferenz am Montag in Bozen.Die Grünen verlangen, dass Landtagsabgeordnete Zugang zu den Verträgen, die von der SEL mit Enel und Edison abgeschlossen wurden, erhalten.„Wir können unsere Funktion als Mandatare nur dann voll ausüben, wenn uns nicht wichtige Informationen von Seiten der Landesregierung vorenthalten werden“, betonte Josef Noggler auf der Pressekonferenz der Grünen. „Es ist in der Tat eine Neuheit, dass Abgeordnete der Mehrheit und der Opposition gemeinsam in einer Pressekonferenz auftreten. Diesmal geht es aber nicht um Parteipolitik, sondern um die grundlegenden Prinzipen der Transparenz und der Demokratie. In diesem Hinblick herrscht zwischen uns und den Grünen völliger Konsens“, so Arnold Schuler.Die Einhaltung dieses Rechts sei grundlegend, da es den Landtagsabgeordneten ermögliche, ihrer Kontrollaufgabe und Ausrichtungsbefugnis nachzukommen, wie sie durch die Verfassung sowie die Gesetze von Staat und Land garantiert seien.“Die SEL unterliegt zur Gänze der Kontrollhoheit der Landtagsabgeordneten”, so Hans Heiss."Die Gesellschaft ist ein öffentlicher Betrieb des Landes Südtirol, das mit 93,88 Prozent direkter Eigentümer ist. 6,12 Prozent der SEL sind Eigentum der Selfin im Besitz von 102 Südtiroler Gemeinden."Zudem versehe die SEL mit der Produktion und Verteilung von Energie einen öffentlichen Dienst, betonte Heiss auf der Pressekonferenz.“Da unsere zwei förmlichen Ansuchen bei der SEL und beim Land um Aushändigung von Kopien der Verträge der SEL mit ENEL und Edison abgelehnt wurden, blieb uns nur mehr der Weg vor den Verwaltungsgerichtshof”, so Riccardo Dello Sbarba abschließend.