Montag, 30. Januar 2017

Grüner Vorstand trifft Jungärzte

Der Vorstand der Südtiroler Grünen hat sich am Montag mit einer Delegation der Jungärzte nach deren Aussprache mit der Sanitätsspitze getroffen.

Von Links: Hanspeter Niederkofler, Hans Heiss, Verena Plank, Markus Santer, Brigitte Foppa, Erica Fassa, Karl Tragust, Elisa Reiterer und Larissa Hofer. - Foto: Südtiroler Grüne
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Von Links: Hanspeter Niederkofler, Hans Heiss, Verena Plank, Markus Santer, Brigitte Foppa, Erica Fassa, Karl Tragust, Elisa Reiterer und Larissa Hofer. - Foto: Südtiroler Grüne

Sie hätten gehörig Staub aufgewirbelt, am Ende aber ihrem Anliegen Gehör verschafft, die Gruppe der Medizinstudenten und Jungärzte um Elisa Reiterer, stellt der Vorstand der Grünen am Montag in einer Presseaussendung fest.

Auf Vorschlag des Grünen Vorstands sind die Vertreter der angehenden Ärzte zu einem Informations- und Meinungsaustausch mit den grünen Landtagsabgeordneten und dem Landesvorstand in Bozen zusammengetroffen.

Dabei beschrieben Larissa Hofer, Verena Plank, Elisa Reiterer und Markus Santer, laut Aussendung der Grünen, eingehend die Ausbildungssituation und die grundlegenden Differenzen zwischen dem österreichischen System und den in Südtirol geltenden Ausbildungsmodus.

Bei dem Treffen verwiesen die Vertreter der Jungärzte und Medizinstudenten darauf, dass ein Großteil der in Österreich und Deutschland studierenden Jungärzte nach der Promotion mit hoher Wahrscheinlichkeit im Ausland verbleibt.

Zu hürdenreich sei die Anerkennung der im Ausland erworbenen Allgemein- und Facharztausbildung, zudem sei sie zu wenig kompatibel mit den rechtlichen Voraussetzungen in Italien, darüber hinaus erweisen sich finanzielle und berufliche Langzeitperspektiven.

Angesichts verschärften Ärztemangels sei der Übergang zum offenen Notstand nur eine Zeitfrage, mit verheerenden Folgen auf die Südtiroler Gesundheitsversorgung in Krankenhäusern und bei den Hausärzten.

Die bekannten, der Spitze des Gesundheitsressorts bereits vorgetragenen Argumente begründete die Vierer-Vertretung mit vielen konkreten Beispielen, die, so die Grünen, deutlich machten, dass der couragierte Vorstoß zwar provozierend war, aber dem Ernst der Lage vollauf gerecht wird.

Der direkte Dialog mit den künftigen Ärzten bleibe der wichtigste Weg, um ihnen Perspektiven zu bieten und Südtirol als Arbeits- und Lebensort aufzuwerten.

stol

stol