Nach einjähriger Vorarbeit in einer Arbeitsgruppe hat der SVP-Ausschuss im Dezember ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Stärkung der deutschen Schule geschnürt. Teil davon ist, dass die rein digitale Einschreibung in die Grundschule auch „mit Vorbehalt“ erfolgen kann. Wer allerdings glaubte, dass dies bereits mit den jetzt startenden Einschreibungen für das Schuljahr 2026/27 erfolgt, der irrt sich.<BR /><BR /><embed id="dtext86-72957920_quote" /><BR /><BR /> „Die Einschreibungen wie gehabt“, sagt Landesrat Achammer. Schulführungskräfte können Eltern zwar zu einem Beratungsgespräch einladen und mit ihnen eine Vereinbarung treffen, wie sie ihr Kind besser an der deutschen Schule begleiten, indem sie zum Beispiel auch selbst einen Sprachkurs belegen. Tun sie es nicht, gibt es derzeit allerdings keine Sanktionen. „<BR /><BR />Und es war immer klar, dass es für die Möglichkeit, Kinder mit Vorbehalt einzuschreiben, erst noch Verhandlungen mit dem Garanten für die Privacy braucht“, meint Achammer. Zuletzt gab es sie, um die freiwillige Erhebung der in der Familie verwendeten Sprache zu ermöglichen. „Bis zur Einigung hat es eineinhalb Jahre gedauert“, so Achammer. Die Familiensprache allein reiche aber nicht, um einen ABC-Schützen mit Vorbehalt aufzunehmen. „Da müssen weitere Faktoren zur Sprachkenntnis einfließen“, sagt der Landesrat.<BR /><BR />„Wir haben keine Wundertüte. Weitere Schritte erfolgen mit dem Bildungsomnibus im Frühling“, sagt der Vorsitzende der SVP-Arbeitsgruppe Schule, Harald Stauder. „Die Direktoren wissen jetzt aber, dass die Politik hinter ihnen steht und sie bei den Gesprächen mit den Eltern noch aktiver werden sollen.“<h3> Schwache Ausgangsposition der Schulführungskräfte</h3>Mag sein. Allerdings bleibt die Ausgangsposition der Schulführungskräfte schwach. Eltern, die ihr Kind nur mit Vorhalt aufgenommen wissen, werden eher zu Mitarbeit und Vereinbarungen bereit sein, um diese Vorbehalte zu überwinden, als Eltern, welche die Einschreibung ihres Sprösslings bereits in trockenen Tüchern wissen.<BR /><BR />Stauder gibt sich zuversichtlich. „Wir haben über unsere Koalitionspartner beste Beziehungen nach Rom, sodass eine Lösung für die Privacy zügig gefunden werden kann. Wenn nicht, genehmigen wir das Gesetz eben mit dem Vorbehalt, dass der Garant dem Vorbehalt bei der Einschreibung in einem zweiten Moment zustimmt.“<BR /><BR />Sollten Eltern nach erfolgter Einschreibung umdenken und ihr Kind doch lieber den Bildungsweg in italienischer Sprache absolvieren lassen, müsse der Übertritt in die italienische Schule möglich sein, betont Achammer.