Favorit war nach letzten Umfragen Pérez mit 48 Prozent der Stimmen, während es Baldizón auf 41 Prozent bringen sollte. Beide Kandidaten haben dem von Kriminalität, Gewalt und Armut geschwächten Land mehr Sicherheit versprochen. Baldizón war vor allem durch populistische Versprechen bekanntgeworden. Er hatte unter anderen die Todesstrafe für schwere Gewaltverbrechen gefordert und Armen finanzielle Hilfe in Aussicht gestellt.Pérez, ein Ex-General, der am Ende des blutigen Bürgerkrieges (1960-1996) das Friedensabkommen aushandelte, gilt als konservativer Hardliner, der vor allem die Kriminalität mit harter Hand bekämpfen will. „Ich werde unermüdlich dafür arbeiten, dass wir in Sicherheit leben können“, betonte er bei seiner Abschlusskundgebung am Freitag. Baldizón hielt bei seiner letzten Veranstaltung vor der Stichwahl dagegen: „Wir werden nicht mehr in die Vergangenheit zurückkehren. Guatemala müsse sich erneuern.Guatemala ist mit 14,4 Millionen Einwohner das größte Land in Zentralamerika. Mit bis zu 50 Morden auf 100.000 Einwohnern gehört es nach El Salvador und Honduras zu den Ländern mit der höchsten Mordrate in Amerika. Die Gewalt hängt vor allem mit der Drogenkriminalität zusammen.dpa