Freitag, 24. Juni 2016

#halbzeit LR Stocker: „Weichen für morgen stellen“

Am Freitag hat die Landesrätin für Gesundheit, Sport, Soziales und Arbeit, Martha Stocker, ihre politische Legislatur-Halbzeit gezogen - und hat bekräftigt, motiviert zu sein und Kraft zu haben.

Landesrätin Martha Stocker zog am Freitag Bilanz über die bisherige Legislatur und stellte Vorhaben für die nächsten 2,5 Jahre vor. - Foto: DLife
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Landesrätin Martha Stocker zog am Freitag Bilanz über die bisherige Legislatur und stellte Vorhaben für die nächsten 2,5 Jahre vor. - Foto: DLife

Passend zu Amt und Aufgaben, wählte die Landesrätin die Sozialgenossenschaft „Akrat“ am Bozner Matteottiplatz als Schauplatz ihrer dreigliedrigen „work in progress“- Bilanz.

"Eigenverantwortung stärken"

„Es muss uns immer wieder klar sein, dass Eigenverantwortung auch eine Wir-Verantwortung sein muss“, damit eröffnete Martha Stocker ihre Pressekonferenz am Freitag, „dabei tragen wir die Verantwortung dafür, heute die Weichen für morgen zu stellen“ unterstrich die Landesrätin.

In der Gesundheitsreform - in den letzten 2,5 Jahren eines der bestimmenden politischen Themen auf der Agenda der Südtiroler Landesregierung  - sei es in der ersten Hälfte der Legislatur gelungen, einiges auf den Weg zu bringen, meinte Martha Stocker.

Als zentrale Aufgabe sehe sie die Dienstleistungen ins Territorium vor Ort zu bringen, indem verstärkt auf die Sozial- und Gesundheitssprengel gesetzt werde.

Was ihre Aufgaben als Sportlandesrätin anbelange, so ginge es darum den Breiten- und Leistungssport zu fördern, die Beitragskriterien gelte es zu überarbeiten.

"Menschen mitnehmen"

Unter dieses Thema stellte Landesrätin Stocker den zweiten Teil ihrer Pressekonferenz. „Menschen mitnehmen bedeutet, eine konkrete Antwort all jenen Menschen zu geben, die Hilfe brauchen“, fasste die Landesrätin die Herausforderung zusammen, es gelte verschiedene die verschiedenen Angebote und Leistungen möglichst treffsicher und zugänglich zu gestalten, erklärte Landesrätin Stocker.

Landesrätin Stocker auch auf die Flüchtlingsdynamiken ein, sie könne die Ängste der Menschen nachvollziehen, man müsse aber gemeinsam versuchen Solidarität zu erbringen. Trotz vieler Diskussionen im Vorfeld würden sich immer wieder viele Menschen finden, die gerade auch in diesem Bereich freiwillig und ehrenamtlich mitarbeiten.

Stocker nahm auch zum demographischen Wandel Bezug, man müsse bereits heute die Planung bis in das Jahr 2013 vornehmen.

"Bürger und Unternehmen entlasten"

„Die Krise der vergangenen Jahre hat auch in Südtirol ihren Tribut gefordert“, erinnerte Arbeitslandesrätin Stocker bei der Einführung in den dritten Themenbereich ihrer Halbzeitpressekonferenz an die Situation des Südtiroler Arbeitsmarktes vor 2,5 Jahren.

Was den Arbeitsmarkt anbelange, so wäre man nicht nur aus der Talsohle herausgekommen, sondern man verspüre einen Aufwind. Als Ziele für die nächsten Jahre definierte Landesrätin Stocker die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer 55+ und die Reduzierung tödlicher und schwerer Arbeitsunfälle.

Stocker sprach am Freitag auch über die Bereiche Pflege und Betreuung. Die neuen Anlaufstellen für Pflege und Betreuung in den Sozial- und Gesundheitssprengeln böten Unterstützung und Entlastung für die Menschen. In den nächsten Jahren solle die Tätigkeit ausgebaut werden.

In ihrem Rückblick berücksichtigte Landesrätin Stocker auch die Weiterentwicklung und den Ausbau der Einheitlichen Einkommens- und Vermögenserklärung EEVE, die schrittweise weiterentwickelt werden solle.

Für das Thema der Chancengleichheit hob Landesrätin Stocker hervor, dass in den vergangenen Jahren die Präsenz von Frauen in Kommissionen, politischen Gremien, politischen Entscheidungsstellen sowie im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben gestärkt werden konnte. Zukünftig solle es ein verstärktes Aus- und Weiterbildungsangebot geben, schloss die Landesrätin ihre Halbzeit-Bilanz.

stol/aw

stol