Die erste Phase der von US-Präsident Donald Trump initiierten Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der Hamas sieht die Freilassung und Übergabe aller lebenden und toten Geiseln vor. Demnach hätte die Hamas neben den 20 überlebenden Geiseln auch alle 28 toten Geiseln bereits am vergangenen Montag an Israel überstellen müssen. Die Hamas beruft sich darauf, dass es für sie schwierig sei, die Leichen zu finden, weil sie unter den Trümmern bombardierter Gebäude und Tunnel verschüttet seien.<BR /><BR />Die israelische Regierung drohte der Hamas deshalb mit der Wiederaufnahme der Kämpfe im Gazastreifen. Die Essedin-al-Kassam-Brigaden erklärten dagegen, die Hamas habe ihre Verpflichtungen aus dem Abkommen „erfüllt“. Für die Bergung der verbliebenen Leichen benötige die Hamas „spezielle Ausrüstung“.<BR /><BR />Inzwischen hat die Türkei 81 Spezialisten in die Region entsandt, die bei der Suche nach den Leichen in den Trümmern im Gazastreifen und bei der Bergung der sterblichen Überreste helfen sollen. Nach Angaben der türkischen Katastrophenschutzbehörde Afad wartete das Team am Freitag allerdings noch in Ägypten auf grünes Licht aus Israel.