Beim FPÖ-Symposium in Wien mit dem Titel „Souveränität und Freiheit für die Völker Europas“ teilte Wirth Anderlan ordentlich aus: „WHO, EU, SPÖ, ÖVP, SPD, CDU, die ganzen grünen linken Vögel und SVP: Alles nur Banditen, Auftragnehmer, Befehlsempfänger und alles nur korrupte Regierende, die alles meinen, nur nicht gut mit unserem Volk.“<BR /><BR />Und weiter: „Diese EU ist für mich nicht Europa. Sie ist eine Ideologie ohne Volk, ohne Seele, ohne Wurzeln. Sie ist eine Sekte, die tausendjährige Kultur tötet, ein korrupter kriegsgeiler Sauhaufen mit einem nicht gewählten Dämon an der Spitze.“ Während der Pandemie sei die Generation, „die unsere Heimat aufgebaut hat, einsam und allein in den Krankenhäusern gestorben“, meinte Anderlan. „Das war das größte Verbrechen in der jüngeren Geschichte unserer Heimat. Und dafür galt und gilt mein Kampf.“ Die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen, sei ihm zu wenig. „Es müssten Handschellen klicken und ab in den Steinbruch mit denen“, polterte der JWA-Landtagsabgeordnete – und erntete für seine Rede immer wieder Applaus.<h3> „Aneinanderreihung von Beleidigungen, Drohungen und Unwahrheiten ist eine Entmenschlichung des politischen Gegners“</h3>„Aus Politikern der anderen Parteien ‚korrupte Banditen’ zu machen und diese ohne Gerichtsverfahren ‚in den Steinbruch’ schicken zu wollen, legt den Grundstein für politische Gewalt“, meint <b>Harald Stauder</b>. Die Aneinanderreihung von Beleidigungen, Drohungen und Unwahrheiten sei eine Entmenschlichung des politischen Gegners.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1021164_image" /></div> <h3>„Inakzeptabel, wie hier NS-Methoden als Zielrichtung herangezogen werden“</h3>Brigitte Foppa (Grüne) findet es „abgesehen von den drohenden und gewaltaffinen Aussagen inakzeptabel, wie hier NS-Methoden als Zielrichtung herangezogen werden: siehe ‚Handschellen an und ab in den Steinbruch’. Das geht zu weit. Auch wenn es Wirth Anderlan nicht passt, und ihn politische Institutionen langweilen – der Rechtsstaat gilt auch für ihn“, meint Foppa. „Ich habe über viele Jahre Vorträge über Zivilcourage gehalten und da heißt es immer: Wehret den Anfängen. Große Fehlentwicklungen in der Geschichte sind oft dann entstanden, wenn sich niemand gewehrt hat gegen die ersten Anzeichen. Deshalb finde ich, dass wir die Demokratie verteidigen müssen, auch gegen diese Töne, diese Aussagen und das Gedankengut, das in ihnen liegt“, sagt Foppa.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1021167_image" /></div> <h3>„Gute Nacht, wenn solche Leute einmal an die Macht kommen“</h3>Paul Köllensperger (Team K) meint: „Bisher haben jene, die das Dritte Reich als stilles Vorbild in sich tragen, in der Öffentlichkeit ihre rechtsextreme Gesinnung eher hinter Parolen gegen die Ausländer versteckt. Jetzt aber bezeichnen sie sich selbst – in einem sehr platten Witz, aber trotzdem – als rechtsextrem und das FPÖ-Publikum findet das auch noch zum Lachen und sieht es wohl als Kompliment an. Gute Nacht, wenn solche Leute einmal an die Macht kommen. Wir müssen da dagegenhalten, angefangen bei den EU-Wahlen im Juni. Das schulden wir unseren Kindern, dass nie wieder Nazis an die Macht kommen.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1021170_image" /></div> <BR />Jürgen Wirth Anderlan war einer von insgesamt 12 Rednern. Sein Thema lautete „WHO-Gesundheitsdiktatur verhindern“, weitere Themen waren „Aufarbeitung Corona-Wahnsinn“, „Zurück zur Normalität“ und „Freiheit siegt“. <BR />