Denn in Rom hat man die Zuschaltung Hartungs bei der Gedenkfeier alles andere als goutiert. <BR /><BR />Und nun drohen konkrete Konsequenzen bei der bereits zugesicherten Einfuhr historischer Waffen für Schützen aus dem Bundesland Tirol und Bayern: Eine Erlaubnis dafür schien schon unter Dach und Fach. Nun rückt sie hingegen wieder in weite Ferne. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1107471_image" /></div> <BR />Wie berichtet, hatte der parteilose Innenminister Matteo Piantedosi bei seinem Besuch am 14. November in Bozen zugesichert, dass an einer Lösung bei den Schützenwaffen gearbeitet werde. Schützen aus Nordtirol und Bayern dürfen mit ihren historischen Gewehren und Säbeln nach wie vor nicht nach Italien einreisen, weil diese in den allermeisten Fällen nicht entschärft sind – im Unterschied zu den Waffen der Südtiroler Schützen. <h3> Urzì: Auch das Plakat war skandalös</h3>Urzì weist darauf hin, dass auch er selbst dafür gewesen sei, den Schützen bei den Waffen entgegen zu kommen und er habe „auch andere davon überzeugt“. Doch dann habe der Schützenbund mit Erhard Hartung einen Mann zur Kerschbaumer-Feier eingeladen, der für die Anrichtung eines Blutbades in Italien zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden sei. Die Schützen-Gewehre seien bei der Kerschbaumer-Feier dafür verwendet worden, „um auch ihn zu begrüßen“, kritisiert Urzì. Auch das Kerschbaumer-Plakat des Schützenbundes und des Heimatbundes, mit dem für Bomben gedankt werde, „hätte auf der ganzen Welt einen Skandal verursacht“, meint der FdI-Kammerabgeordnete. Bei den insgesamt 500 Anschlägen während der Zeit der Attentate seien 22 Menschen getötet worden. <BR /><h3> Bundesleitung war einstimmig für Hartung-Einladung</h3>Wie gestern durchsickerte, soll man in Rom aber auch Hartungs politisches Engagement zusammen mit Peter Kienesberger nach den Anschlägen kritisch sehen. Erhard Hartung war auf Vorschlag von Landeskommandant Roland Seppi zur Kerschbaumer-Feier eingeladen worden; die Schützen-Bundesleitung hat diesen Vorschlag einstimmig abgesegnet. Trotzdem soll es dazu aber auch kritische Stimmen bei den Schützen gegeben haben. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1107474_image" /></div> <BR /><BR />Landesrätin Ulli Mair bedauert, dass bei den Schützenwaffen in Rom alles ins Stocken geraten ist: „Ich kann es leider Gottes bestätigen: Römische Quellen teilten mir mit, dass nun alles in der Schwebe ist – obwohl alles schon beschlossen war und der Innenminister selbst die Lösung begrüßt hatte. Wir haben uns wirklich bemüht.“ Die Schützenwaffen seien bereits beim Rom-Besuch mit Landeshauptmann Arno Kompatscher im März Thema gewesen. Alle hätten ihre Zusage gegeben – auch Fratelli d'Italia. „Jetzt ist alles wieder offen“, meint Mair. Urzì betont, dass man bei der Reform des Autonomiestatuts auf jeden Fall entschlossen weiterarbeiten werde – unabhängig von dieser Schützen-Sache.