Donnerstag, 28. Mai 2015

Hat Rosa Thaler ihr Amt missbraucht und betrogen?

Für Ex-Regionalratspräsidentin Rosa Thaler stand am Donnerstag am Landesgericht Trient die Vorverhandlung in Sachen Rentenskandal an.

Es geht wieder um den Rentenskandal und welche Verantwortung Rosa Thaler trägt.
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Es geht wieder um den Rentenskandal und welche Verantwortung Rosa Thaler trägt. - Foto: © STOL

Schwerer Betrug, Amtsmissbrauch und Wettbewerbsverzerrung: So lautet die Anklage von Trients Leitendem Staatsanwalt Giuseppe Amato im anhängigen Strafverfahren. Aufgrund eines Zustellungsfehlers kam es am Donnerstag zu einer Vertagung auf 18. Juni.

Neben Thaler stehen auch Ex-Pensplan-Präsident Gottfried Tappeiner und Pensplan-Invest-SGR-Direktor Florian Schwienbacher vor Gericht. 

Tappeiner wird Wettbewerbsverzerrung, schwerer Betrug sowie externe Beihilfe zum Amtsmissbrauch, Schwienbacher Wettbewerbsverzerrung zur Last gelegt.

Die Strategie von Thalers Verteidigung soll es sein, eine Verwechslung von Netto- und Bruttoverträgen aufzuzeigen.

Zudem soll es nicht Tappeiner gewesen sein, der den Abzinsungsfaktor von 0,81 Prozent errechnet habe. In diesem Zusammenhang fällt auch der Name des Pensionsexperten Stefano Visintin, der den Prozentsatz in einem Vorgutachten für angemessen erklärte.

Nebenkläger und Hauptverhandlung?

Ob es über die Vorverhandlung hinaus zu einem Hauptverfahren kommt, wird sich zeigen.

Am Donnerstag haben sich gleich drei Parteien als Nebenkläger in das Verfahren eingelassen und fordern von den drei Angeklagten Geld: die Fünf-Sterne-Abgeordneten Paul Köllensberger und Filippo Degasperi, die Bürgerbewegung „Trentino.Acapo“ und das Fünf-Sterne-Bürgerkomitee „Antivitalizi“.

Ob die Zivilkläger zugelassen werden, darüber muss das Gericht bei der nächsten Verhandlung am 18. Juni entscheiden.

stol

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