Das Finanzgesetz und der Haushalt wurden jeweils mit 20 Befürwortern und 14 Gegenstimmen verabschiedet. Der Haushalt 2013, der ca. 5,1 Milliarden Euro groß ist, wurde im Vergleich zu jenem des Jahres 2012 um fünf Prozent gekürzt. Im Haushalt sind im Bereich Gesundheit Kürzungen im Zuge des Spending Review der Regierung in Rom von 50 Millionen Euro vorgesehen. Zuerst habe die Landesregierung noch mit 70 Millionen gerechnet, betonte Gesundheitslandesrat Richard Theiner im Landtag.Die Spending Review sehe nicht einen Betrag, sondern Kriterien vor, wobei man für jede Einsparung dem Rechnungshof Rechenschaft schuldig sei, erklärte Theiner.MaßnahmenBei den Sparmaßnahmen in den Bereichen Dienste und Personal wurde in Artikel 9 verankert, dass es ein Einvernehmen mit den Gewerkschaften geben muss.Genehmigt wurde vom Landtag mit dem Finanzgesetz auch ein Einkommenssteuerabzug von 252 Euro pro Kind für Familien mit einem Einkommen bis 70.000 Euro.Befürwortet hat der Landtag auch den Ankauf von fünf Wasserstoffbussen um maximal neun Millionen Euro. Für den Tourismus gibt das Land im kommenden Jahr um ca. 2,5 Mio. Euro - sieben Prozent - weniger aus; für Straßen stehen 20 Mio. weniger zur Verfügung, was einer Kürzung von 16 Prozent gleichkommt, so Landesrat Florian Mussner.Das Schulbudget aller drei Sprachgruppen sei um 2 bis 2,5 Prozent gekürzt worden, sagte Landesrat Christian Tommasini.Bei der deutschen Kultur werde insgesamt um 3,5 Prozent gekürzt, vor allem bei den Strukturen, wobei man die Ausgaben für die Jugend belassen habe, berichtete Landesrätin Sabina Kasslatter Mur; die Ausgaben für die Jugend habe die Landesregierung belassen. Die selbe Kürzung von 3,5 Prozent gelte auch für die ladinische Kultur, betonte Mussner.Deutlich weniger Geld ist im Bereich "Lokalfinanzen" im Fonds für Investitionen, der um 47 Mio. auf 70 Mio. Euro gekürzt wurde - laut Landesrat Roberto Bizzo im Einvernehmen mit dem Rat der Gemeinden.IRAP-Begünstigung für familienfreundliche BetriebeBetrieben, die familienfreundliche bzw. soziale Maßnahmen in Form von Vouchers umsetzen, werden IRAP-Begünstigungen gewährt. Durch das sogenannte Voucher-System können Betriebe Wertgutscheine an die Mitarbeiter von bis zu 500 Euro pro Jahr für soziale Dienstleistungen vergeben. 20.000 Euro pro begünstigtem Mitarbeiter werden in diesem Fall von der Grundlage für die Berechnung der IRAP abgezogen. Bei Betrieben, die bereits im Besitz des Zertifikats „audit familieundberuf“ sind, sind es 30.000 Euro. Um 22.30 Uhr schloss Präsident Mauro Minniti die Sitzung und wünschte allen ein frohes Fest. Der Landtag tritt am 15. Jänner 2013 wieder zusammen.stol