Am Vormittag hatten sich zuerst Andreas Pöder von der Bürgerunion und Sigmar Stocker von den Freiheitlichen zu Wort gemeldet hatten (STOL hat berichtet), darauf waren Reden von Riccardo Dello Sbarba (Grüne) und dem PdL-Politiker Mauro Minniti gefolgt (STOL hat berichtet).Am Nachmittag hatten die SVP-Politikerinnen Veronika Stirner Brantsch und Maria Hochgruber Kuenzer sowie Ulli Mair von den Freiheitlichen das Wort ergriffen (STOL hat berichtet).2012 sei für die Senioren ein wichtiges Jahr gewesen, das europäische Jahr der Solidarität unter den Generationen, stellte Otto von Dellemann (SVP) fest.Wie jene der Jugend nehme auch die Arbeitslosigkeit der älteren Arbeitnehmer zu: Man müsse einen sanften Übergang zum Rentenalter ermöglichen, mit einem höheren Renteneintrittsalter, aber weniger Arbeit.Der Pflegedienst müsse sichergestellt werden, der Pflegebeitrag habe es ermöglicht, dass 14.000 Personen daheim betreut werden könnten. Dieses Geld sei besser investiert als jenes für Großprojekte.Die SVP-Senioren würden schon seit Jahren eine Aufstockung der Mindestrenten fordern; dies sollte gewährleistet sein, ohne dass jährlich ein Gesuch abgegeben werden müsse.Noggler: Mit der Energiepolitik unzufriedenJosef Noggler (SVP) ging vor allem auf die Äußerungen Durnwalders zur SEL AG ein. Dieser habe angekündigt, dass sich an der Ausrichtung der SEL nichts ändern werde. Noggler fragte, was damit gemeint sei: Dass sie sich weiter an Kleinkraftwerken beteiligen werde? Dass Enel und Edison weiter die Strompolitik bestimmen würden?Noggler kritisierte auch andere Aspekte der Energiepolitik des Landes, etwa bei Windkraft und Photovoltaik. Das Land setze nun auf Wasserstoff, aber das sei kein Energieträger, sondern ein Energiespeicher.Die Zuständigkeit die die Wasserkonzessionen sei als große Errungenschaft gefeiert worden, aber nun werde das entsprechende Gesetz aufgehoben. Dies alles nur, um die Konzession in Bruneck zu retten, die 2014 verfallen werde.Wenn diese Konzession verlängert werde, würde nur die Edison davon profitieren, denn ihr stünde laut Verträgen der Strom zu.Durnwalder habe manchen vorgeworfen, bei den Konzessionen bewusst Zweifel zu säen – nun hätten die Zweifler Recht bekommen.Der Landeshauptmann wolle nun klare Regeln für das Stromgeschäft, doch alles ziehe sich zu sehr in die Länge.Die Bürger würden sich von einer Neuausrichtung auch Vorteile erwarten, vor allem günstigere Stromtarife.Schuler: „Es fehlt langfristige Planung“Es habe schon lange Anzeichen gegeben, dass der Landeshaushalt kleiner werde, aber darauf habe man nicht reagiert, bemerkte Arnold Schuler von der SVP.Vor allem Bürger und Betriebe würden den erhöhten Steuerdruck spüren, aber sie hätten auch Nachteile durch die Haushaltsgebarung des Landes.Die Fixkosten würden immer mehr, für Investitionen bleibe immer weniger. Eine Neuausrichtung des Haushalts sei nicht erkennbar, nun sei es für einschneidende Änderungen zu spät.Was es brauche, sei eine langfristige Planung und die Vorgabe von neuen Zielen. Meist aber habe man sich auf die Tagespolitik beschränkt.So wurde das Ziel der Wohnbaupolitik, das Eigentum erschwinglich zu machen, verfehlt. Ein anderes negatives Beispiel sei der Müllverbrennungsofen.In Estland habe man gesehen, was ein zukunftsorientiertes Land ausmache, führend in Digitalisierung und E-Government. Das Breitbandnetz sei dafür die Voraussetzung.Südtirol sei von solchen Verhältnissen noch meilenweit entfernt, die letzte Meile sei nur sporadisch angegangen worden. Es fehle ein klares Finanzierungskonzept, die Gemeinden seien alleine nicht imstande, das Vorhaben umzusetzen.Es wäre besser, den Bau des Technologieparks zu verschieben, und stattdessen in den Ausbau des Breitbandnetzes zu investieren.