Dienstag, 12. Mai 2020

Heftige Debatten vor inneritalienischer Reisefreiheit ab 1. Juni

Die Italiener sollen am 1. Juni wieder im Rahmen ihrer nationalen Grenzen frei reisen dürfen, darüber diskutiert in diesen Tagen die Regierung in Rom mit den Vertretern der Regionen.

Inneritalienische Reisefreiheit ab 1. Juni: Im Bild der Strand von Mondello (Sizilien).
Inneritalienische Reisefreiheit ab 1. Juni: Im Bild der Strand von Mondello (Sizilien). - Foto: © ANSA / Ignazio Marchese
Nach der Wiedereröffnung der Lokale und des Kleinhandels am Montag, 18. Mai (in Südtirol sind Lokale und Einzelhandel bereits offen), sollen ab dem 1. Juni Reisen außerhalb der Heimatregion möglich sein, berichtete der Präsident Liguriens, Giovanni Toti, im Interview mit „Radio 24“. Regionenminister Francesco Boccia hat sich noch eine Woche Bedenkzeit erbeten, bevor über den Termin für die inneritalienische Reisefreiheit entschieden wird.

Seit dem Lockdown am 11. März dürfen die Italiener nicht mehr ihre unmittelbare Heimatregion bzw. -provinz verlassen. Lediglich aus beruflichen oder dringenden gesundheitlichen Gründen darf man im Moment innerhalb der italienischen Grenzen reisen.

Auch die Badestrände bereiten sich unterdessen auf den Neubeginn ab dem kommenden Montag vor. Dabei wird ganz besonders auf das Abstandhalten geachtet werden. Jeder Platz mit einem Sonnenschirm auf den Sandstränden an der Adria soll über 12 Quadratmeter Raum verfügen. Die Zahl der Gäste, die pro Badeanstalt zugelassen sind, wird beschränkt sein. Gemeinden werden den Zugang zu freien Stränden regeln können. Die Spielanlagen sollen nur für eine beschränkte Zahl von Kindern zugänglich sein. Duschen und Toiletten müssen besonders rigoros desinfiziert werden.

In Ligurien, wo die Dimensionen der Strände kleiner als an der Adria sind, rätselt man, wie die Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden können. „Wenn man einen Sonnenschirm alle fünf Meter aufstellen darf, wird sich ein einziger Badegast sonnen können, weil die Strände hier in Ligurien manchmal nur 4 Meter lang sind“, sagte Giovanni Toti.

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dpa/ansa/zor

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