Nun setzt sich der Jagdverband dafür ein, dass das Land dafür jährlich einen finanziellen Beitrag gewährt, um zumindest einen Teil der geleisteten Stunden abzugelten.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1311528_image" /></div> <BR /><BR />„Das Ausrücken bei Wildunfällen ist eine Dienstleistung an der Allgemeinheit, die nicht wertgeschätzt wird“, bemängelt <b>Manuel Oberhofer</b>, Revierleiter von Kastelbell. „Es ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit Jagdaufseher oder Revierleiter ausrücken müssen.“ Dabei komme es immer wieder vor, dass man zu Einsätzen gerufen werde, bei denen sich dann herausstelle, dass kein Wild angefahren wurde – sondern ein Haustier. „Gemeldet wird ein Unfall mit einem Fuchs oder einem Reh – bis zum Schluss ist es dann eine Katze oder ein Hund“, erzählt Oberhofer. Das sei ihm selbst auch schon passiert. <BR /><BR />Und Oberhofer verweist darauf, dass die Kosten für die Jagdaufseher vom jeweiligen Revier bzw. den Jägern getragen werden. Solche Einsätze seien auch ein Kostenfaktor. Und viele Jagdaufseher nähmen den Dienst sehr ernst – und halten zu jeder Tages- und Nachtzeit das Telefon parat, berichtet Oberhofer. Er spricht sich dafür aus, dass es für diese Einsätze auch einen jährlichen Beitrag der öffentlichen Hand geben sollte. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1311531_image" /></div> <BR /><BR />Laut Jagdverbandsdirektor <b>Benedikt Terzer</b> wird dieser Dienst nach Wildunfällen in Südtirol mit einer Effizienz und Schnelligkeit angeboten, die es auf dem gesamten Staatsgebiet nicht gibt. Einsätze bei Wildunfällen seien heikel und auch mit mehreren Risiken verbunden: einem Verletzungsrisiko und einem Risiko für Streitverfahren. Wie berichtet, war ein Jagdaufseher vor einiger Zeit vor Gericht gelandet, weil er nach einem Wildunfall bei einem schwer verletzten Fuchs wie vorgeschrieben eine Nottötung vorgenommen hatte. <h3> Terzer ist zuversichtlich, „ein Modell zu finden“</h3>Für die Forstbehörde wären die vielen jährlichen Einsätze nach Wildunfällen nicht stemmbar – dafür ist nicht genug Personal da, ist Terzer überzeugt. Und: In anderen Regionen Italiens müsse der Steuerzahler dafür aufkommen. Er sei absolut dafür, diesen Dienst zu honorieren, meint auch der Jagdverbands-Direktor. Ein erster Schritt sei bereits erfolgt: Das Land zahle an die Jagdaufseher seit zwei Jahren eine Rückvergütung für gefahrene Kilometer, die sie nach Wildunfällen zurücklegen. „Eine teilweise Kostenvergütung wäre aber von Vorteil“, meint Terzer. Er sei zuversichtlich, dass es in nächster Zeit gelingen werde, gemeinsam mit dem Land ein entsprechendes Modell durchzuplanen. <BR /><BR />Auch der SVP-Abgeordnete <b>Franz Locher</b> spricht sich für eine finanzielle Anerkennung der Einsätze nach Wildunfällen aus. „Viele Reviere trifft es sehr oft bei den Einsätzen“, berichtet Locher. <BR /><BR />Terzer erinnert auch daran, dass die Jagdaufseher nicht nur nach Wildunfällen eine wichtige Dienstleistung für die Allgemeinheit erbringen, sondern auch mit dem Wildtiermonitoring. Es brauche deshalb einen Schlüssel, um solche Leistungen zu honorieren.