Mittwoch, 27. Mai 2015

Heimatbund geht gegen Casapound-Funktionär vor

Der Obmann des Südtiroler Heimatbundes (SHB) Roland Lang hat, begleitet von Eva Klotz, am Mittwoch bei der Staatsanwaltschaft am Landesgericht Bozen, Strafanzeige gegen Gemeinderatsmitglied Andrea Bonazza eingereicht.

Roland Lang und Eva Klotz reichen Strafanzeige gegen Andrea Bonazza ein.
Roland Lang und Eva Klotz reichen Strafanzeige gegen Andrea Bonazza ein.

Stein des Anstoßes: ein Radiointerview, in dem Bonazza laut Heimatbund „den Faschismus und den Nationalsozialismus verharmloste und sogar verherrlichte“.

Andrea Bonazza gehört der Organisation Casapound an und bezeichnete sich in besagtem Interview selbst als „Faschist“.

Nun schritt der Heimatbund ein: Die Vereinigung reichte bei der Staatsanwaltschaft am Bozner Landesgericht Strafanzeige gegen Bonazza ein.

„Die Anzeige umfasst 7 Seiten und wurde von Rechtsanwalt Nicola Canestrini anhand der zur Verfügung stehenden Unterlagen abgefasst. Die faschistoide Einstellung von Bonazza kommt auch im Internet und in den sozialen Netzwerken immer wieder klar zum Vorschein“, schreibt der Heimatbund.

Bonazza ist einschlägig vorbestraft. Bei den Gemeinderatswahlen Mitte Mai wurde Bonazza in den Bozner Gemeinderat gewählt. „Es ist traurig und erschreckend zugleich, dass in Bozen der Faschismus heute noch salonfähig ist“, so der Obmann des Südtiroler Heimatbunds, Roland Lang dazu.

stol