Freitag, 24. April 2020

Heimatbund legt Kranz am Grab von Hans Egarter nieder

Den „Tag der Befreiung“ am 25. April nahm der Südtiroler Heimatbund am Freitag zum Anlass, stellvertretend für viele andere, den Journalisten und Widerstandskämpfer gegen Nazismus und Faschismus Hans Egarter an seinem Grab mit einem Kranz zu ehren.

Das Grab von Hans Egarter.
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Das Grab von Hans Egarter. - Foto: © Lang
Der aus dem Stundelhof in Niederdorf stammende Bauernsohn Hans Egarter war 1939 Mitbegründer der österreichisch und katholisch gesinnten Widerstandskämpfervereinigung „Andreas Hofer Bund“.

Egarters Kampf galt dem Faschismus und dem Nationalsozialismus. Sein Ziel war die Wiedervereinigung Tirols. Als am 2. Juni 1946 die Tageszeitung „Alto Adige“ ein gefälschtes Telegramm veröffentlichte, mit dem die Lüge verbreitet wurde, dass Egarter als Obmann des „Andreas Hofer Bundes“ die Österreichischen Ansprüche auf Südtirol zurückwies, veröffentlichte der Südtiroler Widerstandskämpfer in den „Dolomiten“ umgehend eine scharfe und unmissverständliche Richtigstellung. Er entlarvte das Telegramm als Erfindung, dass er weder verfasst noch abgeschickt habe. In einem Telegramm nach Paris stellte er weiteres klar: „Als Leiter des Andreas Hofer Bundes erkläre ich obiges Telegramm für eine Fälschung. Der Andreas Hofer Bund als antifaschistische Widerstandsbewegung erbittet nach wie vor das Selbstbestimmungsrecht für ganz Südtirol.“ Gez. Hans Egarter“



„Egarter hat sich durch seinen Einsatz im Kampf gegen den Nazifaschismus große Verdienste erworben. Ihm und vielen anderen ist es zu verdanken, wenn Ende November 1945 einer der ersten Forderungen der Südtiroler die Annullierung des Optionsabkommens beziehungsweise des Umsiedlungsvertrages von 1939 war. Egarter war ein unermüdlicher Selbstbestimmungsbefürworter und Tiroler Patriot“, so Heimatbund-Obmann Roland Lang.

pm