Europa stehe heute vor einer großen Herausforderung, sagte Merkel am Sonntag bei einem Treffen mit Hollande im ostfranzösischen Reims.Merkel will „Herkulesaufgabe“ in Angriff nehmen Die vor 20 Jahren gegründete Währungsunion sei nicht „stark genug“ und müsse nachgebessert werden, betonte sie mit Blick auf die Krise in der Euro-Zone.„Dies ist eine Herkulesaufgabe, keine Frage“, sagte die Kanzlerin. Wenn die EU geeint sei, sei sie aber in der Lage, diese Aufgabe zu bewältigen.„Wir müssen den Euro verteidigen“, betonte Hollande. Die Beschlüsse des EU-Gipfels von Ende Juni, etwa zur Bankenunion und Finanztransaktionssteuer, seien ein „erster Schritt“ gewesen. „Nun warten andere Etappen auf uns“, fügte der sozialistische französische Staatschef hinzu.Es braucht die "politische Union"Notwendig sei eine politische Union, die auf einer „solidarischen Integration“ basieren müsse.Dabei sei die Qualität der deutsch-französischen Beziehungen entscheidend, sagte Hollande. Vertrauen zwischen Deutschland und Frankreich sei notwendig, „damit es weitergehen kann“.Mit ihrer Begegnung in Reims erinnerten Hollande und Merkel an den gemeinsamen Besuch ihrer Vorgänger Charles de Gaulle und Konrad Adenauer in der ostfranzösischen Stadt vor genau 50 Jahren. Die beiden Politiker hatten damals den Grundstein für die deutsch-französische Aussöhnung gelegt.Sechs Monate später unterschrieben sie im Jänner 1963 in Paris den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag, der noch heute Grundlage für die enge Kooperation beider Länder ist.apa/dpa