Mehrere Verbände stellen sich quer. Wie wahrscheinlich ist aber eine Verschärfung? <BR /><BR /><BR />HGV und hds sind strikt gegen jede Verschärfung und selbst der Bauernbund setzt auf Sensibilisierung und eine „ordentliche Werbekampagne“.<BR /><BR />Am 10. August 2023 trat das von Foppa und Manfred Vallazza durchgebrachte Gesetz in Kraft, wonach von Restaurant über Mensa und Würstlstand alle angeben müssen, woher Fleisch, Milchprodukte und Eier stammen. <h3> Mit Gesetzesentwurf Passage EU/Nicht-EU streichen</h3>Aufgrund des Widerstandes der Verbände war es aufgeweicht worden. Die Angabe „EU oder Nicht/EU“ auf einer Tafel reicht. „Wir haben Ja gesagt, weil ein Gesetz, auf das man aufbauen kann, besser ist als keines“, so Brigitte Foppa. <BR /><BR />Das macht sie jetzt. Mit einem Gesetzesentwurf will sie die Passage EU/Nicht-EU streichen. „Damit müsste zumindest das Herkunftsland benannt werden“, so Foppa. <BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-64064276_quote" /><BR /><BR /><BR />Das heutige Gesetz nütze wenig. „Da kann man genauso gut Herkunft vom Planeten Erde angeben.“ Sie sei aber gesprächsbereit. <BR />Das Gesetz ist ein Aufreger. Der Konsument würde mehr Wahrheit am Teller begrüßen, aber: „Wir bemühen uns und es gibt sehr viele Beispiele, wo Regionalität im Vordergrund steht. Noch mehr Auflagen braucht es aber nicht. Wir sind bereits überreglementiert“, kommt vom HGV ein striktes Nein. <BR /><BR />Auch der hds wehrt sich gegen eine Verschärfung, die „nur mehr Bürokratie“ nach sich ziehe. <BR />Interessanterweise ist auch beim Bauernbund kein Staat damit zu machen. „Bisher ist zu wenig geschehen“, so Direktor Siegfried Rinner. <BR /><h3> „Halte nichts davon, Gesetze jedes Jahr zu ändern“</h3>Das Gesetz müsse in Schwung kommen. Aber: „Auf die Regel EU/Nicht-EU hat Rechtsexperte Prof. Walter Obwexer bestanden, weshalb eine Streichung nicht sinnvoll wäre.“ <BR /><BR />Für den Erfolg sei dies nicht entscheidend. „Es zählt die Überzeugung, dass regionale Kreisläufe mehr denn je wichtig sind und eine ordentliche Sensibilisierungskampagne“, so Rinner. <BR />Auch Landesrat Luis Walcher kann sich wenig begeistern. „Ich halte nichts davon, Gesetze jedes Jahr wieder zu ändern.“<BR /><BR />Diskutiert wird der Gesetzesentwurf im 4. Gesetzgebungsausschuss. Franz Locher ist offen für Gespräche. „Allerdings hat die EU die Lebensmitteletikettierung geregelt. Somit wird es schwierig, bei Importware eine staatliche Kennzeichnung zu verlangen“, meint Locher.