<b>Herr Konder, vergangene Woche haben Sie die Kandidatur als Bürgermeister-Kandidat zurückgezogen, nun sind Sie doch wieder Bürgermeister-Kandidat der SVP für Bozen. Was hat man Ihnen denn geboten für den Rückzieher vom Rückzieher?</b><BR />Stephan Konder: Ich habe in den vergangenen Tagen von der SVP-Basis sehr viel Unterstützung erfahren, aber auch anderen Personen haben mich angesprochen und mich dazu ermutigt, doch als Bürgermeister-Kandidat zu kandidieren. Schlussendlich bin ich dann auch gestern im Koordinierungs-Ausschuss ersucht worden, meine Entscheidung zu überdenken.<BR /><BR /><b>Vergangene Woche haben Sie gesagt, Sie kandidieren nicht, weil die SVP Bozen nicht geschlossen hinter Ihnen steht. Das ist jetzt anders?</b><BR />Konder: Ich habe im Koordinierungs-Ausschuss klipp und klar gesagt, dass ich nur dann als Bürgermeister-Kandidat kandidiere, wenn die breite Mehrheit hinter mir steht. Schlussendlich wurde ich in dieser Sitzung per Akklamation einstimmig zum Bürgermeister-Kandidaten nominiert. <BR /><BR /><b>Ist durch das Hin und Her aber Ihr Verhältnis mit der Bozner SVP-Stadträtin Johanna Ramoser nun zerrüttet?</b><BR />Konder: Nein, überhaupt nicht. Im Koordinierungs-Ausschuss wurde beschlossen, dass ich als Bürgermeister-Kandidat der SVP kandidiere und Johanna Ramoser ist die Listenführerin. <BR /><BR /><b>Einigkeit klingt aber anders, das ist ein Kompromiss…</b><BR />Konder: Es geht nicht um einzelne Personen, es geht ums ganze Team der SVP. Unser Ziel bei den Gemeinderatswahlen muss es sein, die 7 Sitze für die SVP zu halten. Dafür brauchen wir ein gutes Angebot an die Bevölkerung. Das werden wir in nächster Zeit ausarbeiten und vorstellen. Eine starke SVP ist wichtig für die Stadt Bozen. <BR /><BR /><b>Noch einmal Herr Konder: Sie haben vergangene Woche selbst gesagt, dass die Einigkeit in der SVP nicht gegeben ist - nun hat man einen Kompromiss gefunden. Haben Sie nicht Angst, dass hintenrum doch gepaktelt und intrigiert wird, damit Sie bei den Wahlen nicht allzu gut abschneiden?</b><BR />Konder: Es geht jetzt darum, dass die SVP gut abschneidet, es geht nicht um einzelne Personen. Wir müssen als Team ein möglichst gutes Ergebnis einfahren. Nur wenn das Ergebnis der SVP gut ist, dann wird auch das Ergebnis für mich und für die Listenführerin gut sein. Wenn die SVP schlecht abschneidet, dann hat niemand etwas davon. Es zählt nur das Abschneiden der SVP. Alles andere zählt nicht.