<b>STOL: Herr Pillon, über die Speicherbecken in Kaltern wird schon lange geredet, nun wird eine Standortentscheidung erneut vertagt. Was ist der Grund?</b><BR />Christoph Pillon: Wir wollen alle Fakten sorgfältig bewerten, um eine Lösung für Kaltern zu finden, die langfristig tragfähig ist. Deshalb lassen wir uns weder von einzelnen Interessensgruppen unter Druck setzen noch zu vorschnellen Entscheidungen drängen.<BR /><BR /><b>STOL: Aber warum wurde die Entscheidung vertagt?</b><BR />Pillon: Die neu eingereichten Unterlagen wurden einer ersten Prüfung unterzogen. Dabei hat sich gezeigt, dass diese technisch und inhaltlich noch nicht vollständig sind. Aus diesem Grund wird bewusst auf eine abschließende Bewertung verzichtet. In den kommenden Wochen sollen offene Punkte geklärt und weitere Gespräche geführt werden.<BR /><BR /><b>STOL: Der strittigste Standort bei der Rastenbachklamm ist inzwischen ja vom Tisch …</b><BR />Pillon: Das stimmt. Und wissen Sie, was das Interessanteste daran ist?<BR /><BR /><b>STOL: Nein, aber Sie werden es mir sagen …</b><BR />Pillon: Die zwei Vertreter der Liste „Kaltern Gemeinsam Insieme“ haben sich bei der Abstimmung gegen das Speicherbecken an der Rastenbachklamm enthalten. Zuerst machen sie Wahlkampf mit diesem Thema, und wenn es dann darum ging, gegen diesen Standort zu stimmen, haben sie sich enthalten – nur weil der Antrag von der SVP kommt.<BR /><BR /><b>STOL: Unabhängig von der vertagten Entscheidung und dem Abstimmungsverhalten der Opposition: Sie sind nach wie vor davon überzeugt, dass Kaltern Speicherbecken braucht?</b><BR />Pillon: Ja, an den Speicherbecken für Kaltern wird nicht gerüttelt, darin sind sich alle Parteien einig. Es gibt eine Eurac-Studie, die besagt, dass das Wasser zu knapp werden würde.<BR /><BR /><b>STOL: Und wie geht es nun weiter?</b><BR />Pillon: Wir werden um Ostern eine Bürgerversammlung einberufen und hoffen, dass wir bis dahin alle nötigen Dokumente haben, um alles offen auf den Tisch legen zu können. Ich bleibe jedenfalls gelassen.