Montag, 13. Dezember 2021

Herr Zerzer, kommen wir mit diesen Erstimpfungen ohne Lockdown aus?

Am Wochenende wurde viel geimpft in Südtirol, vor allem aber viel geboostert. Bei den Erstimpfungen konnte man die angepeilte Zahl von 10.000 bei weitem nicht erreichen. Wird das ein Problem für den Winter?

Die angepeilte Zahl an Erstimpfungen in Südtirol am Wochenende ist deutlich verfehlt worden.
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Die angepeilte Zahl an Erstimpfungen in Südtirol am Wochenende ist deutlich verfehlt worden. - Foto: © Shutterstock
Zuallererst sei den vielen freiwilligen Helfern zu danken, die es möglich gemacht haben, dass die Massenimpfung am Wochenende überhaupt stattfinden konnte, sagt der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebs, Florian Zerzer, zu STOL.

Dass so viele Dritt-Impfungen verabreicht werden konnten, sei erfreulich - insgesamt haben sich 46.578 Menschen impfen lassen, davon aber nur rund 12 Prozent Erstimpfungen.

Das wären in absoluten Zahlen umgerechnet knapp 5000 Erstimpfungen, die am Wochenende verabreicht worden sind.


Im Vorfeld hat man auf eine weit höhere Zahl an Erstimpfungen gehofft – man sagte, dass wohl 10.000 neue Pikse notwendig seien, um weitere Einschränkungen in den kommenden Monaten verhindern zu können.

Die 10.000 Erstimpfungen wurden klar verfehlt, nur die Hälfte wurde es schlussendlich. Heißt das im Umkehrschluss dann, dass in den kommenden Wochen mit weiteren Einschränkungen oder sogar einem Lockdown zu rechnen ist in Südtirol?

„Das kann niemand vorhersagen“, sagt Zerzer zu STOL. Jeder neu Geimpfte sei wichtig für die Bekämpfung der Pandemie und der 4. Welle.

Ob es weitere Einschränkungen geben werde oder nicht, „hängt überdies aber auch davon ab, wie gut oder wie schlecht sich die Bürger an die Corona-Regeln halten“, so Zerzer. Eine Prognose zu wagen sei aber, so viel habe man gelernt, sagt Zerzer, unseriös in einer Pandemie.

sor